TTC Indeland Jülich: Auch der Ehrenpräsident hat wieder Spaß

Von: Günter Kirschbaum
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Gibt der jungen Jülicher Mannschaft ihr Gesicht: Ricardo Walther. Foto: Günther Krol

Jülich. Wahrscheinlich wird der TTC Indeland Jülich nicht Herbstmeister werden. Die Niederlage im letzten Hinrundenspiel gegen den SV Siek brachte Hertha BSC und Hagen in die Situation, die Mannschaft von Trainer Johannes Dimmig kurz vor dem Etappenziel noch abfangen zu können.

Die Verfolger treffen noch aufeinander, und nur ein Unentschieden würde Jülich den inoffiziellen Titel bringen. Doch das sorgt an der Rur in der ersten Tischtennis-Zweitligasaison nach über drei Jahrzehnten Erstklassigkeit nicht für Turbulenzen. „Wir sind trotzdem sehr zufrieden mit dem Verlauf der ersten Serie”, betont Dimmig.

Vor der Saison waren sich die Jülicher Verantwortlichen unsicher, ob das Umfeld nach dem Bundesligaabstieg dem Klub auch weiterhin die Treue halten würde. Die Antwort fällt sechs Monate später uneingeschränkt positiv aus.

„Das ganze Umfeld hat das angenommen”, sagt Johannes Dimmig. „Die Leute haben erkannt, dass man da hingehen kann.” Was die Zuschauerzahlen bestätigen. In den fünf Heimspielen der Hinrunde kamen 880 Zuschauer in die Nordhalle. Jülich ist in dieser Beziehung klar die Nummer eins der Klasse. Viel größer war die Kulisse in den letzten Jahren auch eine Etage höher nicht.

„Wer will denn ein siegloses Team in der Bundesliga sehen?”, fragt Dimmig. „Die Zuschauer müssen sich mit uns identifizieren können.” Das klappt offenbar. „Die Stimmung bei unseren Spielen ist toll”, unterstreicht Ehrenpräsident Arnold Beginn. „Selbst mir macht das Zuschauen wieder viel Spaß.”

Für die Herzogstädter geht es erst im kommenden Jahr weiter. Dann steht gleich ein Doppelspieltag an. Zunächst geht es nach Borsum (8. Januar), dann kommt Hamm (9. Januar). Bis dahin will Dimmig dafür sorgen, dass sein Sextett optimal vorbereitet in die zweite Serie gehen kann. „Wir müssen aber nicht Erster werden”, nimmt der Trainer allen Druck von seinen Spielern. „Für den Verein, die Zuschauer und die Mannschaft wäre es sogar besser, noch ein weiteres Jahr in der Zweiten Liga zu spielen.”

Denn im Falle einer sofortigen Rückkehr wäre der Jülicher Neuaufbau mit jungen Spielern schon am Endpunkt angelangt. „Wir können noch nicht für die nächste Saison planen”, sagt Johannes Dimmig. Der Trainer begründet: „Wenn wir weiterhin in der Zweiten Liga spielen, bleibt ein Großteil der Mannschaft. Steigen wir auf, müssen wir neu überlegen. Wenn wir Erster werden, ist Ricardo Walther der erste, den wir ansprechen werden.”

Walther, der am heutigen Mittwoch 19 Jahre alt wird, gehört zu den Überraschungen der Liga. Er hat eine Bilanz von 12:6-Siegen eingespielt und gibt der jungen Mannschaft ihr Gesicht. Auf den Gymnasiasten, der vor der Saison aus Herne an die Rur wechselte, will man in Jülich langfristig bauen. Gemeinsam mit Filip Szymanski bildet er eines der stärksten oberen Paarkreuze der Klasse.

Der größte Jülicher Trumpf ist allerdings die mannschaftliche Geschlossenheit. Das spiegelt sich auch in der Freizeitgestaltung wider. Vor Weihnachten ist noch ein gemeinsamer Besuch der Kerpener Kartbahn geplant. Doch zunächst geht es nächste Woche ins Aachener Spielcasino. Im Gepäck haben die Sechs dann die Mannschaftskasse.
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