Düren - Tosender Beifall ist der einzige Lohn für die Formationstänzer

Tosender Beifall ist der einzige Lohn für die Formationstänzer

Von: Helga Raue
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Mit viel Gefühl: In den langsamen Passagen zeigen die Tänzer, vorne Marc Horvath und Natalie Waschulewski, Emotionen auf dem Parkett. Foto: Jürgen Karl

Düren. Der Lohn fiel üppig aus. Tosender Beifall für alle Tänzer – und für das eigene Team ganz besonders. Für die Formation der FG Tanzsportzentrum Aachen/TD TSC Düsseldorf Rot-Weiß war der warme Applaus und der laute Jubel der gut 1300 Zuschauer in der Arena Kreis Düren Labsal, denn bisher war die Bundesliga-Saison nicht wie erhofft gelaufen.

„Bis zur Wertung war es ein ganz tolles Turnier“, sagte Marc Horvath – und seine Worte beinhalten schon, dass es danach nicht wie erhofft weiterging. Denn als die sieben Wertungsrichter die Platzierungstafeln in die Luft reckten, musste das Team von Oliver Seefeldt sich zum dritten Mal in dieser Saison mit Platz 4 anfreunden.

Wie beim ersten Turnier in Mülheim, wo Aachen/Düsseldorf nur eine Platzziffer zu Rang 2 gefehlt hatte, und anders als beim zweiten Turnier in Bremen, wo man sechs Mal eine Vier und eine Fünf erhielt, zeigten die Richter auch in Düren wie nah die drei Verfolgerteams beieinander lagen. Denn während Grün-Gold-Club Bremen A, der – erstmals in Abwesenheit von Trainer Roberto Albanese – nach einer nicht weltmeisterlichen, fehlerhaften Vorrunde ein gutes Finale zeigte und sieben Mal die Platzziffer 1 erhielt, teilten sich die nächsten drei Teams die Wertungen. Allerdings sprach die Majorität der Plätze für Bremen B (4-4-2-3-2-2-2) und die FG Bochum/Velbert (2-3-3-2-3-4-3) und gegen Aachen/Düsseldorf (3-2-4-5-4-3-4), das erneut eine Fünf erhielt.

„Die anderen Mannschaften sind auch stark, dass es eng zugehen würde hat schon die DM gezeigt. Aber die Platzziffer 5 geht gar nicht“, konnte sich Oliver Seefeldt mit der Wertung nicht anfreunden. „Ich finde es nicht richtig, dass wir so extrem abgestraft werden.“ Seine Formation hatte eine gute, solide Hinrunde mit einem kleinen Ausrutscher gezeigt. Das Finale war deutlich ausdrucksstärker, nur in der zweiten Pirouette patzten zwei Paare. Pirouettenfehler waren allerdings auch Bochum/Velbert im Finale unterlaufen. „Bis auf diesen Fehler, haben wir einen schönen Durchgang gezeigt. Ich fand unsere Leistung super, mit der Präsentation und der Leidenschaft war ich zufrieden“, so Seefeldts Co Torben Bölk der die Synchronität der Bilder wie immer erhöht von der Tribüne aus beobachtete.

Auch wenn die Saison jetzt faktisch schon vor den letzten beiden Turnieren gelaufen ist, wollen die Aachener sich mit Platz 4 in der Liga nicht abfinden. „Wir greifen trotzdem weiter an. Wir wollen nicht bei fünf Turnieren auf Platz 4 landen, da gehören wir nicht hin, sondern noch einmal ein Zeichen setzen – und ich bin fest davon überzeugt, dass wir das auch können, auch wenn es definitiv schwierig wird“, so Bölk.

Die Wehmut über den erneuten vierten Platz konnte die Begeisterung von Susanne Greven nur geringfügig dämpfen. „Das war ein super schönes Turnier. Ich habe ja noch nie in Düren getanzt“, sprudelte es begeistert aus der Tänzerin, die im vergangenen Jahr nach einer Verletzung nur Ersatz war, heraus. „Deshalb habe ich mich dieses Jahr um so mehr darauf gefreut, hier zu tanzen. Und die Stimmung war einfach toll. Ich genieße das Turnier einfach nur, auch wenn ich die Wertung nicht ganz verstehen kann.“

Der Rückschlag hatte die junge Mannschaft, die im Sommer einen Generationswechsel mit elf Neuzugängen verkraften musste, nach DM-Silber und Platz 4 bei der WM in Wiener Neustadt ziemlich getroffen. „Stimmung und Motivation sind nach wie vor gut, aber natürlich gab es nach den beiden Bundesliga-Turnieren Zweifel“, sagt FG-Kapitän Niklas Freche. „Diese waren in Düren aber nicht mehr so zu spüren, das zeigt, dass unsere Trainingsmethoden fruchten.“ In den vergangenen Einheiten wurde hart daran gearbeitet, dass man sich wieder mehr als Team fühlte und dass man das Energielevel hochhalten kann. „Wir haben auf der Fläche gleich gespürt, dass das wieder ein besserer Durchgang war . Wir haben richtig gekämpft.“

Ende Februar in Bochum und am 12. März in Ludwigsburg stehen die letzten beiden Turniere an. „Wichtig ist jetzt, die Motivation weiter hochzuhalten“, so Seefeldt. „An den Pirouetten müssen wir noch mal arbeiten. Und auch die Synchronität können wir noch verbessern. Und Valentin (Lusin) wird weiter an der tänzerischen Entwicklung arbeiten“, schreibt Seefeldt ein volles Auftragsbuch für die nächsten Wochen.

FG-Team: Erik Soeterboek/Ines Behrendt, Niklas Freche/Rita Wissmann, Marc Horvath/Natalie Waschulewski, Sebastian Ahr/Susanne Greven, Sergej Miller/Pia Pokorny, Tom Strauchen/Magdalena Misiura, Heiko Samlowski/Sabine Held, Fabian Kelleners/Laura Karsch Ersatz: Max Kirschnik/Sarah Nußbaum, Ralph Schmidts/Svenja Behrendt, Andy Jehd/Jaqueline Fegers Trainer: Oliver Seefeldt, Torben Bölk, Valentin Lusin

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