TK Kurhaus will Titelverteidigung: „Alles andere ist Understatement“

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Davis-Cup-Kapitän und Kurhaus-Trainer in Personalunion: Für Carsten Arriens heißt die Mission Titelverteidigung in der Tennis-Bundesliga. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Am Sonntag startet der TK Kurhaus Aachen in der Tennis-Bundesliga mit der Auftakt-Begegnung in Neuss (11 Uhr) die Mission Titelverteidigung. Vor dem ersten Spieltag sprach Roman Sobierajski mit Aachens Coach Carsten Arriens.

Der TK Kurhaus hat den Hattrick geschafft. Sie können also als Trainer eigentlich nicht gewinnen, weil alles andere als die Titelverteidigung eine Enttäuschung wäre.

Arriens: Stimmt, aber das ist der Job. Alles andere ist schlicht Understatement.

Können Sie sagen, in welcher Besetzung der TK Kurhaus am Sonntag in Neuss antreten wird?

Arriens: Wir haben Carlos Berlocq dabei, Alja Bedene, Daniel Brands, Philipp Petzschner und Dominik Meffert.

Ein starkes Team zum Saisonauftakt.

Arriens: Sicher, und der Vergleich mit dem FC Bayern München wird sicherlich auch wieder aufkommen. Aber eigentlich zeigt das nur, dass wir die ganze Angelegenheit sehr ernst nehmen und vorbereitet sind.

Das heißt, die Planungen im Vorfeld sind ein wichtiger Bestandteil Ihrer Arbeit.

Arriens: Das ist die große Herausforderung, den Kader so zu planen, dass wir an jedem Spieltag ein schlagkräftiges Team aufbieten können. Das kann an einigen Wochenenden zu einem Problem werden, wenn etwa die Top-Spieler zum Saisonende hin in den USA antreten müssen. Wir versuchen dann auch Spieler zu finden, die das Potenzial haben nach oben zu schießen, aber noch keine Verpflichtungen in Amerika.

Täuscht der Eindruck, oder sind viele der Kurhaus-Spieler momentan von Verletzungen gebeutelt?

Arriens: Das ist durchaus richtig. Florian Mayer droht für die komplette Saison auszufallen, Cedrik-Marcel Stebe hat nach seiner Hüft-Operation noch nicht wieder mit dem Training angefangen, und Philipp Petzschner hat nach seiner Schulterverletzung noch einen Ermüdungsbruch erlitten, sonst wäre er sicher schon weiter als es sich momentan darstellt.

Setzen Sie bei den Neuzugängen nun andere Schwerpunkte? Mit Bedene und Berlocq kommen zwei ausländische Sandplatzspezialisten.

Arriens: Ich sehe keinen Widerspruch. Wir achten immer darauf, welche Qualitäten hat ein Spieler auf Sand, und dann schauen wir, ob der Spieler auch menschlich zu uns passt. Zudem haben uns mit Michal Mertinak und Steve Darcis auch zwei ausländische Spieler verlassen. Simon Greul hat seine Profi-Karriere beendet, so dass wir uns nach einem dritten Zugang für die Mannschaft umsehen mussten. Bedene ist super sympathisch, Begemann ein Pfundstyp.

 

So etwas wie Ihre rechte Hand beim Coaching ist Daniel Meffert, der bereits seine 13. Saison für den TK Kurhaus absolviert. Wie ist diese Zusammenarbeit zustande gekommen?

Arriens: Wichtig ist, jemanden zu haben, mit dem man sich absprechen und seine eigenen Eindrücke und Überlegungen abgleichen kann. Ich habe hier in Aachen zusammen mit Meffert selbst noch gespielt, wir haben gemeinsam den Aufstieg in die Bundesliga geschafft. Zudem wohnen wir beide in Köln und verstehen uns prächtig.

Die Titelverteidigung wird kein Selbstläufer werden, die anderen Mannschaften haben personell aufgerüstet. Welche Teams sind für Sie die härteste Konkurrenz?

Arriens: Tritt Düsseldorf in Top-Besetzung an, dann ist man sehr gefährlich. Halle sehe ich einen Tick schwächer als in den Vorjahren. Erfurt ist von der Papierform her ebenfalls sehr stark und unheimlich heiß darauf, den Titel zu gewinnen. Aufsteiger Gladbach könnte die Überraschung werden.

Am Sonntag könnte der Umzug in die Tennishalle drohen, wenn die prognostizierten Regenfälle eintreten sollten. Ein Problem für Ihr Team?

Arriens: Nein, wir deutschen Spieler sind alle auf Teppich in der Halle groß geworden. Lediglich für Carlos Berlocq könnte es eine große Umstellung sein.

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