TK Kurhaus: Pflichtaufgabe lösen, dann zum „Team-Viewing“

Von: Roman Sobierajski
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Erster Einsatz in Neuss, nun auch gegen Reutlingen vor eigenem Publikum am Start: Matthias Bachinger. Foto: Marcel Decoux

Aachen. Die Marschrichtung für das vierte Saisonspiel des TK Kurhaus Aachen am Sonntag (11 Uhr) in der Tennis-Bundesliga gegen den Aufsteiger TV Reutlingen ist klar: „Schnell spielen und dann zusammen das WM-Finale schauen“, gibt Kurhaus-Spieler Matthias Bachinger die Devise vor dem „Team-Viewing“ vor.

Auf die leichte Schulter nehmen will der bislang ungeschlagene Tabellendritte den bislang sieglosen Vorletzten der Rangliste dennoch nicht, auch wenn die Heimbegegnung gegen Reutlingen vielleicht eine gute Gelegenheit wäre, etwas für das „Torverhältnis“ zu tun. „Hauptsache, wir holen erst einmal vier Punkte“, meint der 27-Jährige, „alles andere ist dann Zugabe.“

Eine einfachere Rechnung macht Philipp Petzschner auf, der nach seiner langwierigen Verletzung – eine Schulter-Operation und ein anschließender Ermüdungsbruch warfen den 30-Jährigen insgesamt 15 Monate aus dem Rennen um Siege und Weltranglistenpunkte – am Sonntag ebenfalls für Aachen auflaufen wird: „Gewinnen wir alle Partien mit 4:2, dann sind wir auch Meister.“

Körperlich, sagt Petzschner, sei er wieder „bei 90 Prozent angelangt, aber mental ist es noch sehr früh“ nach der langen Wettkampfpause. Die Qualifikation für die US Open war sein letztes Turnier, dann folgte die Verletzung, seit drei Wochen nimmt der Kölner wieder am Turnierbetrieb teil.

„Sehr viel Motivation“

Eine schwierige Phase hatte auch Matthias Bachinger in den letzten Wochen und Monaten, als es auf der ATP-Tour nicht ganz so erfolgreich lief wie gewünscht, und der Münchner mit dem „Play-off-Bart“ unter anderem in Vicenza dem Spanier Jordi Samper-Montana klar unterlag, der Nummer 5 im Kader von Reutlingen. „Es gibt im Tennis immer solche Zeiten, in denen es irgendwie nicht rund läuft“, meint Bachinger und verweist ebenfalls auf körperliche Beschwerden: Zum Zwicken in der Leiste, das sich nach dem Turnier in Wimbledon einstellte, gesellte sich noch Bluthochdruck, der das Trainieren auf Wettkampf-Niveau erschwerte. „Aber seit ein paar Wochen fühle ich mich körperlich wieder topfit und bin hochmotiviert“, will Matthias Bachinger auf der Tour wieder angreifen.

Mehr als eine Überbrückung der mäßigen Phase sind die Einsätze in der Tennis-Bundesliga, auch wenn gewonnene Partien gegen die Konkurrenz aus der Weltrangliste, die sich immer geballter an den Spieltagen gegenüber steht, natürlich gut für das Selbstvertrauen sind: „In der Liga zu spielen, macht mir super viel Spaß, und ich gehe mit sehr viel Motivation in die Begegnungen“, meint Bachinger, der bereits seit Freitag gemeinsam mit Philipp Petzschner und Coach Carsten Arriens auf der Anlage des TK Kurhaus trainiert. Aber bis zum WM-Finale in Brasilien ist es ja auch nicht mehr lang.

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