TK Kurhaus nutzt die letzte Chance zum Sieg

Von: Roman Sobierajski
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Premiere gegen Landsmann Guillermo Garcia-Lopez: Aachens Robert Bautista-Agut. Foto: Decoux

Aachen. „Eines von zwei Doppeln werden wir doch hoffentlich gewinnen“, mutmaßte ein bis dahin zufriedener Trainer Carsten Arriens beim 3:1-Zwischenstand für den TK Kurhaus Aachen beim Gladbacher HTC, dem Aufsteiger in die Tennis-Bundesliga. Und der 45-Jährige sollte Recht behalten.

Ein gewonnener Champions Tiebreak gab den Ausschlag zum 4:2-Sieg des Titelverteidigers. Doch der Reihe nach. Der Gladbacher HTC hatte unerwartet stark aufgestellt, ging mit Jerzy Janowicz, im vergangenen Jahr unter den Top 15 der Welt, und Guillermo Garcia-Lopez, aktuell ATP-34., an den beiden Spitzenpositionen zu Werk. Der TK Kurhaus hielt dagegen, doch Roberto Bautista-Agut war in der Nacht von Magen-Darm-Problemen geplagt. Anmerken ließ sich der Spanier gegen seinen Landsmann davon wenig und zeigte eine starke Leistung bei einer Premiere. „Guillermo und ich trainieren viel miteinander, wir haben jedoch noch nie auf der Tour gegeneinander gespielt“, erklärte Bautista-Agut. „Ich bin mit meiner Leistung voll zufrieden, konnte viele Winner spielen. Wenn Aachen mich noch einmal braucht, trete ich gerne wieder an.“

Ein echter „Winner“ war wie schon am Freitag gegen Erfurt auch Aachens Spitzenspieler Philipp Kohlschreiber, der nur zu Beginn des Matches ein wenig Orientierungszeit brauchte, dann aber seinem polnischen Kontrahenten keine Chance mehr ließ, im zweiten Durchgang lediglich ein einziges Spiel abgab. Weniger glücklich lief es bei der parallelen Partie für Andreas Beck gegen den Ukrainer Oleksandr Nedovyesov: Zweimal musste der 27-jährige Kurhaus-Spieler in den Tiebreak, zweimal war er so gut wie chancenlos. „Mehrmals bleiben seine Stopbälle wie tot liegen“, ärgerte sich Beck viel mehr über den Platz als sein (gutes) Spiel. „Aber zum Glück führen wir ja 3:1. Schön für die Zuschauer, dass sie hier spannendes Tennis zu sehen bekommen.“

Für den dritten Aachener Einzelpunkt hatte Dominik Meffert gesorgt, der in der letzten Saison letztmals überhaupt ein Einzel bestritten hatte. Und an der von Andreas Beck erhofften Spannung mangelte es anschließend in keiner Weise. Die Hausherren gewannen in beiden Paarungen den jeweils ersten Satz – und die Aachener standen schon dann mit dem Rücken zur Wand, wollten sie sich in Gladbach nicht einen unnötigen Punktverlust einfangen. Meffert und Doppelspezialist Frantisek Cermak standen dann im zweiten Durchgang ganz knapp vor dem Satzgewinn, kassierten doch noch den Ausgleich zum 6:6 und mussten in den Tiebreak, der knapp mit 6:8 verloren ging.

Die Hoffnungen des Aachener Anhangs ruhten zum Schluss auf Kohlschreiber und André Begemann an seiner Seite, die tatsächlich den Satzausgleich schafften – und sich dann dem Showdown im Champions Tiebreak stellten. Hier gönnte sich Janowicz zwei Doppelfehler und der zum Sieg fehlende Punkt war in trockenen Tüchern.

Gladbach - Aachen 2:4: Janowicz - Kohlschreiber 2:6, 1:6, Garcia-Lopez - Bautista-Agut 1:6, 2:6, Nedovyesov - Beck 7:6 (7:0), 1:6, 10:7, Smit - Meffert 4:6, 1:6, Janowicz/Garcia-Lopez - Kohlschreiber /Begemann 6:4, 3:6, 7:10, Nedovyesov/Malisse - Meffert/Cermak 6:3, 7:6

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