TK Kurhaus: Mit den jungen Wilden zum Tabellenschlusslicht

Von: Roman Sobierajski
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Ein Mann, zu dem man aufblicken kann: Kurhaus-Spieler Yannick Hanfmann bekommt Tipps von Coach Dominik Meffert. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Am Sonntagabend war erst einmal Wunden lecken angesagt. „Eine 0:6-Niederlage ist immer bitter, und dann auch noch vor eigenem Publikum...“, denkt Kurhaus-Coach Dominik Meffert nicht nur eine Woche, sondern gleich zehn Jahre zurück. „Das hat es zum letzten Mal 2006 gegen Halle gegeben.“

Auch wenn das Ergebnis des TK Kurhaus Aachen gegen Mannheim in der Tennisbundesliga eine klare Sprache zu sprechen scheint, war der Spielverlauf wesentlich enger. „Eigentlich war die Begegnung sehr ausgeglichen. Maximilian Marterer hatte beim Stand von 4:3 zwei Breakbälle, Matthias Bachinger bei 5:3 sogar Satzball. Doch dann waren beide Partien auch schnell weg.“

In den Köpfen der Spieler, des Trainers und des Teammanagers geistert die erlittene Höchststrafe jedoch nicht mehr herum, wenn es am Sonntag (11 Uhr) zum sieglosen Tabellenschlusslicht nach Neuss geht. „Das haben wir weggesteckt, wir können uns ja nicht verkriechen und für den Rest der Saison den Kopf in den Sand stecken.“

Das Ziel für die 80 Kilometer lange Reise ist jedenfalls klar abgesteckt: „Wir wollen in Neuss unbedingt gewinnen, und mit 8:2 Punkten nach dem fünften Spieltag sind wir voll im Soll, und alles ist noch drin.“

Keine Anfängerkrankheit

Dabei mithelfen soll auch die Riege der jungen wilden Deutschen, die für das Lambertz-Team in dieser Saison spielen und mit ihrem Power-Tennis gezeigt haben, wie stark sich das Sandplatztennis in den letzten Jahren verändert hat – eine Entwicklung, die auch Dominik Meffert bestätigt. „Den reinen Sandplatzwühler gibt es eigentlich nicht mehr“, sagt der 35-Jährige, der als Spieler mit seiner Größe von 1,98 Meter diese Entwicklung durchaus mitgeprägt hat. „Alle sind um die 1,90 Meter, spielen druckvoll. Vor allem Yannick Hanfmann macht mit seinem starken ersten Aufschlag und seinem Serve-and-Volley-Spiel richtig viel Druck auf den Gegner. Das Spiel ist viel schneller geworden.“

Dass die deutsche Riege mit Hanfmann, Nils Langer und Max Marterer bei ihren ersten Auftritten in der Bundesliga erkennbar unter Lampenfieber litt, verbucht Meffert nicht zwangsläufig unter der Rubrik „Anfängerkrankheit“. „Wir hatten schon damit gerechnet, dass die jungen Spieler anfangs sehr nervös sein werden. Aber ich habe auch Gestandene erlebt, die schon fünf, sechs Jahre auf der Tour unterwegs waren, und dann als Mannschaftsspieler Nerven gezeigt haben.“

Auch, wenn der TK Kurhaus nach dem erhofften Sieg in Neuss im Soll wäre – für ein Zwischenfazit ist es dem Kurhaus-Coach noch zu früh: „Wir hatten erst die beiden Aufsteiger, die dicken Brocken kommen alle noch. Aber da haben wir immer Heimrecht.“

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