Aachen - TK Kurhaus macht in den Einzeln alles klar

TK Kurhaus macht in den Einzeln alles klar

Von: Roman Sobierajski
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Kämpft sich im Champions Tiebreak durch: Philipp Petzschner, dem Kurhaus-Trainer Carsten Arriens eine deutlich steigende Form attestiert. Foto: Marcel Decoux

Aachen. „Nun ja, zumindest Andreas Beck und Philipp Petzschner haben ja für Spannung gesorgt“, freute sich ein entspannter Kurhaus-Trainer Carsten Arriens. Der 43-Jährige hatte vor der Partie des TK Kurhaus Aachen in der Tennis-Bundesliga beim Rochusclub Düsseldorf ein „heißes Tänzchen“ versprochen.

Tatsächlich tanzten die Aachener Spieler mit den Gastgebern Polka und hatten die Begegnung schon nach den vier Einzeln für sich entschieden.

Erst eine dreiviertel Stunde vor dem ersten Aufschlag war klar, in welcher Besetzung das Lambertz-Team die Aufgabe in Düsseldorf angehen würde. Der Argentinier Carlos Berlocq, den seit seiner Niederlage in Bastad eine Sehnenreizung im Bein plagt, hatte grünes Licht für seinen Einsatz gegeben, so dass Dominik Meffert nur für die Doppel gebraucht wurde.

Berlocq ging trotz des kleinen Handicaps gegen Huta Galung hoch konzentriert in die Begegnung, breakte seinen Kontrahenten direkt zum Satzauftakt und brachte den Durchgang ebenso nach Hause wie auch den zweiten Satz. Und während sich der Argentinier schon massieren lassen konnte, musste Philipp Petzschner auf dem angrenzenden Platz noch eine Dreiviertelstunde um seinen Punkt kämpfen. Der 30-jährige Deutsche verlor sein Aufschlagspiel gegen den Niederländer Matwé Middelkoop zum 3:5, holte sich direkt das Break zurück und rettete sich in den Tiebreak, den Petzschner deutlich für sich entschied.

Anschließend musste der Kurhaus-Spieler nach vier gegenseitigen Breaks den Spielverlust zum 4:5 hinnehmen und sich dem Glücksspiel im Champions Tiebreak stellen. Zwei Matchbälle beim Stand von 9:7 konnte er zwar nicht nutzen, entschied die Begegnung dann aber mit 11:9 für sich. „Man merkt, dass Philipp nach seiner langen Verletzungspause immer besser ins Spiel kommt und von Woche zu Woche mehr Vertrauen in seine Rückhand entwickelt“, lobte Arriens die Entwicklung Petzschners, der nach 15 Monaten erst seit vier Wochen wieder im Geschäft ist.

Fast ein Spiegelbild waren die beiden Aufeinandertreffen auf den Positionen 2 und 4. Während Matthias Bachinger dem früheren Top- 50-Spieler Evgeny Korolev bei seinem 6:1, 6:0-Sieg eine kostenlose Trainerstunde erteilte, musste Andreas Beck auf dem Center Court heftig kämpfen, um sich in die Partie reinzubeißen. Den ersten Satz gab Beck mit 1:6 ab, haderte mit seiner Leistung und auch mit der seines Gegners Peter Torebko.

Im zweiten Satz musste der Kurhaus-Spieler erneut ein Break hinnehmen, konterte aber sofort zum 4:4, wehrte beim Stand von 5:5 einen Breakball ab und hatte dann die Chance, den Satz mit 7:5 für sich zu entscheiden. Doch das Glück war nur halb auf seiner Seite, denn den drei Bällen auf die Linien ließ Beck zwei einfache Vorhandfehler folgen. Den anschließenden Tiebreak gewann Beck mit 7:1 und rettete sich in den Champions Tiebreak, den er nach einem Doppelfehler seines Gegners ebenfalls für sich verbuchen konnte. „Andy hat immer gewisse Schwierigkeiten, wenn er gegen deutsche Spieler aus der zweiten Reihe in Partien antritt, die er eigentlich klar zu seinen Gunsten entscheiden muss“, erklärte Arriens die Probleme.

Und während die nun nicht mehr entscheidenden Doppel liefen, entluden sich Blitz und Donner über der Anlage. Den Ausruf von Philipp Petzschner an der Seite von Matthias Bachinger, er spiele nicht mehr weiter, als ein Blitz ganz in der Nähe aufzuckte, wertete der Schiedsrichter als Aufgabe (!), was nun auch nicht mehr schmerzlich war. Die Partie zwischen Dominik Meffert und Andre Begemann auf Aachener Seite gegen die beiden Niederländer in Düsseldorfs Diensten wurde in die Halle verlegt – und erneut war der Champions Tiebreak zum Endstand von 5:1 für die Aachener Gäste.

Düsseldorf - Aachen 1:5: Huta Galung - Berlocq 3:6, 3:6; Torebko - Beck 6:1, 6:7 (1:7), 7:10; Middelkoop - Petzschner 6:7 (4:7), 6:4, 9:11; Korolev - Bachinger 1:6, 0:6; Huta Galung/Middelkoop - Petzschner/Bachinger 6:4, 5:2 Aufgabe; Torebko/Mertinak - Meffert/Begemann 3:6, 6:3, 7:10

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