Aachen - TK Kurhaus: Ein Team mit großer Zukunfts-Perspektive

TK Kurhaus: Ein Team mit großer Zukunfts-Perspektive

Von: Roman Sobierajski
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Dominik Meffert (rechts) stand erstmals als Trainer in der Verantwortung beim TK Kurhaus. Auch aufgrund seiner Kontakte kamen junge Spieler wie Nils Langer ins Bundesligateam. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Vor dem ersten Ballwechsel dieser Bundesliga-Saison hätten die meisten beim TK Kurhaus Aachen bereitwillig diesen vierten Platz in der Abschlusstabelle unterschrieben.

Doch da man es vor der letzten Begegnung selbst in der Hand hatte, den sechsten Meistertitel zu holen, überwog in dieser als Umbruchsaison gedachten Spielzeit eher die Enttäuschung, nur eine Hand an den Meisterpokal gekriegt zu haben. Dabei unterschied sich die Saison 2016 klar von den Spielzeiten zuvor.

Nur ein Mal konnte sich in den letzten acht Jahren Grün-Weiss Mannheim vor die beiden großen Dauerrivalen Blau-Weiss Halle und den TK Kurhaus setzen. Ansonsten hieß die Devise: Wer den anderen großen Konkurrenten im ewigen Zweikampf schlug, sicherte sich den Titel.

In der gerade abgeschlossenen Saison hat der neue Titelträger Gladbacher HTC zwei Niederlagen hinnehmen müssen, die drei dahinter folgenden Klubs haben lediglich ein Remis mehr auf dem Konto. Das führt zu der widersprüchlichen Erkenntnis: Die Saison war ausgeglichen wie nie, andererseits hätte ein einziges Match auch für eine ganz andere Tabellensituation sorgen können.

Verletzungen, Erfolge, Wetter

Die Arbeit der Teamchefs fängt an, lange bevor der Spielplan verabschiedet ist. Welcher Spieler könnte an welchem Spieltag zur Verfügung stehen? Wer fällt aufgrund seiner Verpflichtungen der ATP gegenüber aus, wer kann nicht antreten, weil er etwa für die Olympischen Spiele oder den Davis Cup nominiert ist? Der Feinschliff erfolgt dann später. Doch nie zuvor war der TK Kurhaus durch langwierige Verletzungen und paradoxerweise dadurch gebeutelt, dass die Spieler auf der Tour zu erfolgreich waren.

Der Argentinier Diego Schwarzmann tauchte wegen Verletzung kein einziges Mal auf dem Personaltableau auf, der Belgier Steve Darcis laborierte erst lange an einer Handgelenksverletzung herum und feierte nach seiner Genesung Erfolge, kam bei zwei Challengern ins Finale, von denen er eins gewann. Ausgerechnet vor dem letzten Spiel sicherte sich Florian Mayer den Sieg im slowenischen Portoroz und hatte eine äußerst stressige Anreise. Doppelspezialist Philipp Oswald musste einen Einsatz absagen, weil sein Finale wegen Regens auf Sonntag verlegt worden war.

Perspektive

Die jungen deutschen Spieler – Yannick Hanfmann, Nils Langer, Max Marterer – hatten nervöse Anlaufschwierigkeiten, sind aber ein Versprechen für die Zukunft. Matthias Bachinger war nur für einen Spieltag vorgesehen, kämpfte sich aber hervorragend in die Saison. Und Florian Mayer ist Herz und Rückgrat dieses Teams, das zusammengewachsen ist.

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