Aachen - TK Kurhaus baut Vorsprung aus: 5:1 gegen Düsseldorf

TK Kurhaus baut Vorsprung aus: 5:1 gegen Düsseldorf

Von: Roman Sobierajski
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Holten den Siegpunkt für den TK Kurhaus: Das Aachener Doppel Pablo Cuevas (links) und Matthias Bachinger. Foto: Marcel Decoux

Aachen. „Natürlich haben wir immer ein Auge auf den Zwischenstand in Halle“, gab Alex Legsding, Teammanager des TK Kurhaus Aachen, offen zu. Während der Spitzenreiter der Tennis-Bundesliga seine Pflichtaufgabe gegen den Rochusclub Düsseldorf mit einem 5:1-Sieg fast makellos erfüllte, keimte an den Live-Tickern zwischendurch sogar die Hoffnung auf, dass Blau-Weiss Halle als ärgster Verfolger erneut Federn lassen würde.

Gegner Krefeld ging mit einem 2:2 nach den Einzeln in die Doppel, die dann aber Halle – eines davon im Tiebreak – beide nach Hause brachte. „Nun, die Bundesliga ist kein Wunschkonzert“, ärgerte sich Legsding nicht über das verpasste Geschenk. „Aber wir fahren am kommenden Wochenende sowieso nicht mit dem Rechenschieber nach Halle.“

Zweifacher Sieg für Pablo Cuevas

Den einzigen Punkt des Spieltags gab auf Seiten des TK Kurhaus Florian Mayer ab, der gegen Matwe Middelkoop den ersten Satz gewonnen hatte und beim Stand von 5:3 im zweiten sogar zum Matchgewinn Aufschlag hatte. „Ich habe gedacht, ich habe ohnehin nichts mehr zu verlieren, wollte einfach versuchen, mein bestes Tennis zu spielen und auf jeden Ball zu gehen“, verriet Middelkoop, wie er die Partie noch drehte. Dem Niederländer gelang ein Break und der Gewinn des Tiebreaks – und dominierte dann den Champions Tiebreak fast nach Belieben.

Dass das Lambertz-Team dennoch mit einem beruhigenden 3:1-Vorsprung in die Doppel ging, war auch der Tatsache geschuldet, dass Top-Spieler Pablo Cuevas noch kurzfristig seine Zusage gegeben hatte. Nach seinem Zwei-Satz-Sieg auf begeisterndem Niveau gegen den Kroaten Filip Veger holte der Uruguayer noch den entscheidenden Doppelpunkt an der Seite von Matthias Bachinger gegen Veger/Dinslaken, um dann ein echtes Abenteuer-Programm zu absolvieren: Nach der Dusche mit dem Auto nach Hannover, um von dort aus mit dem Flugzeug über Zürich den Anschlussflug nach Washington zu erwischen.

Wenig Mühe hatten Steve Darcis auf Position 3 und Peter Gojowczyk auf Position 4 (gegen Martin Emmrich) mit ihren jeweiligen Gegnern. Der 6:0, 6:2-Sieg des Belgiers Darcis über Maximilian Dinslaken offenbarte eindrucksvoll, welch ein großes Kämpferherz in dem Kurhaus-Spieler schlägt. Davon legt allerdings auch seine Krankengeschichte ein lebendiges Zeugnis ab: Zehn Wochen lang war Darcis nach seiner Schulteroperation eingegipst, musste die Nächte sitzend verbringen – und kämpfte sich gegen alle Chancen wieder zurück in den Tenniszirkus. „Es tut richtig gut, wieder hier in der Mannschaft und unter den Top 100 in der Welt zu sein, auch wenn der Weg zurück sehr schmerzhaft und langwierig war.“

Gesichert war der Kurhaus-Sieg vor den Doppeln allerdings noch nicht, zumal der Rochusclub vor 1100 Zuschauern einige Spezialisten dafür aufgeboten hatte. Doch Matthias Bachinger lieferte an der Seite von Cuevas eine bärenstarke Leistung ab, harmonierte hervorragend mit dem Uruguayer und brachte mit zwei Assen in Folge seinen Aufschlag gegen Veger/Dinslaken zum Matchgewinn durch. Eine Schrecksekunde gab es anschließend auf dem Center Court für die Paarung Philipp Petzschner/Dominik Meffert. Beim Stand von 6:4, 2:2 verletzte sich Meffert an der Hüfte und musste auf dem Platz vom Physiotherapeuten behandelt werden, konnte dann die Begegnung aber fortsetzen und im Tiebreak gegen Middelkoop/Emmrich zum 5:1-Endstand nach Hause bringen.

Für Vizemeister TK Kurhaus geht es nun am kommenden Wochenende beim Meister in Halle zum erwarteten Showdown. Die Aachener könnten sich aufgrund der besseren Matchpunkte-Bilanz eine knappe Niederlage leisten. „Aber das ist nicht unser Ziel“, lautet die Kampfansage von Alex Legsding. „Wir wollen dort mindestens einen Punkt holen.“ Und damit den Titel klarmachen.

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