TK Kurhaus Aachen: Der Boden ist bereitet für die Meisterschaft

Von: Roman Sobierajski
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Der TK Kurhaus Aachen empfängt am Sonntag Düsseldorf zum Finale um die Deutsche Tennismeisterschaft. Foto: Archiv/imago

Aachen. Für Rudolf Meyer hat der einsame Kampf um die Deutsche Meisterschaft schon am frühen Freitagmorgen begonnen. Nachdem Platz fünf auf Vordermann gebracht war, ging es zum Center Court: Laub entfernen, die Tribünen fegen und noch einmal kontrollieren, den Ascheboden auf seine Konsistenz überprüfen.

Ist er zu nass, ist er zu trocken, oder so gerade recht? „Unsere Jungs sind einen schnellen Boden gewöhnt“, weiß der Platzwart des TK Kurhaus Aachen. Also wenig Asche, wenig Wasser, denn das würde die Bälle langsamer machen. Zuletzt steht die Beratung mit Anlagenwart Alfred Haamann und Trainer Carsten Arriens an. Und wenn der Oberschiedsrichter am Sonntag eine Viertelstunde vor der ersten Begegnung grünes Licht gibt, ist alles bereitet für das Finale um die Meisterschaft gegen den Rochusclub Düsseldorf.

Von da ab müssen dann die Profis Philipp Petzschner, Andreas Beck, Matthias Bachinger, Simon Greul, Cedrik-Marcel Stebe und die Doppelspezialisten Frantisek Cermak und Michal Mertinak die Verantwortung von Rudolf Meyer übernehmen und ihren Teil zum Meisterschafts-Triple beitragen. „Ich habe fünf Einzelspieler zur Verfügung, kann aber nur vier bringen“, rechnet Kurhaus-Trainer und Daviscup-Kapitän Carsten Arriens vor. „Wer spielen wird, legen wir erst nach den letzten Trainingseindrücken fest.“

Die Ausgangslage ist eindeutig: Das Lambertz-Team kann mit einem Sieg über Düsseldorf den dritten Meistertitel in Folge holen. Der ungeschlagene Tabellenführer hat vier Matchpunkte Vorsprung auf Blau-Weiß Halle. Selbst ein 6:0 der Haller würde also nicht mehr reichen, an Aachen vorbeizuziehen, wenn, ja wenn, der TK Kurhaus gegen Düsseldorf auch nur mit dem Minimalergebnis von 4:2 gewinnt.

„Kuchenteam mit Sahne“

Darauf, dass der Rochusclub mit einer ähnlichen Aufstellung wie bei der 0:6-Niederlage am vergangenen Spieltag gegen Erfurt aufläuft – mit den Nummern 3, 11, 12, 14 und 15 der Mannschaftsmeldung –, darauf kann und will bei den Aachenern niemand bauen.

Die große Unbekannte bleibt trotzdem die Mannschaft, mit der sich der Rochusclub der letzten Saisonaufgabe stellen wird, in der für die Düsseldorfer weder nach oben noch nach unten viel auf dem Spiel steht. Wird es nur ein „Kuchenteam“, wie Düsseldorfs Teamchef Detlev Irmler im Vorfeld angekündigt hat, oder wird es vielleicht doch ein „Kuchenteam mit dickem Sahnehäubchen“?

Aller Wahrscheinlichkeit nach wird Aachens Nummer 1 gegen den Niederländer Igor Sijsling (ATP-Weltrangliste 62) antreten müssen, auch sein Landsmann Jesse Huta Galung (169) wird vermutlich bei der Mannschaftspräsentation im Kurpark mit dabei sein. „An den Positionen drei und vier brauchen wir uns voraussichtlich keine großen Sorgen zu machen“, blickt Aachens Andreas Beck schon einmal einen Tag in die Zukunft voraus. „Wichtig sind die beiden ersten Positionen.“ Mit einem der beiden Niederländer wird es Beck zu tun kriegen; während der 27-Jährige gegen Sijsling noch kein einziges Mal angetreten ist, steht es im Vergleich mit Huta Galung ausgeglichen. „Aber, nachdem was in Halle abgelaufen ist, muss sich keiner Sorgen machen, dass wir nicht bis in die Haarspitzen motiviert sein könnten, den Titel nach Aachen zu holen.“ Und wenn das Projekt Triple trotzdem in die Hosen gehen sollte? „Dann sind wir für Tennis-Deutschland die Deppen der Nation“, meint Trainer Carsten Arriens.

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