Aachen - Titelverteidigerin Kristina Bröring-Sprehe ganz entspannt

Titelverteidigerin Kristina Bröring-Sprehe ganz entspannt

Von: rau
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Hat „keine Eile“: Kristina Bröring-Sprehe muss derzeit auf ihr Top-Pferd Desperados verzichten.

Aachen. Dass Kristina Bröring-Sprehe entspannt ist, sieht man auf den ersten Blick. Zwar in Reithose, diese aber dunkelblau statt weiß, die langen Haare hochgesteckt und die Brille lässig auf dem Kopf verfolgt sie den Grand Prix. Ein Jahr zuvor sah das ganz anders aus, da war die Anspannung im Olympia-Jahr greifbar: Im Grand Prix noch von Isabell Werth und Weihegold knapp geschlagen, gewann die jetzt 30-Jährige den Spècial und sonntags die Kür um den „Großen Dressurpreis von Aachen“.

Und krönte die Saison mit Team-Gold und Einzel-Bronze bei den Olympischen Spielen in Rio. Jetzt, ein Jahr später ist die Dressurreiterin aus dem niedersächsischen Dinklage zum Zuschauen verurteilt. Ihr Top-Pferd, der inzwischen 16-jährige Hengst Desperados, ist verletzt. „Wir reiten schon wieder Schritt, ich werde bald wieder mit dem Aufbau beginnen. Aber der Sommer ist für uns gelaufen, daher hat das keine Eile“, berichtet Kristina Bröring-Sprehe.

Die EM in Göteborg ist kein Thema. In Aachen hatte das Paar 2015 nicht nur Bronze mit dem Team geholt, sondern hinter der Britin Charlotte Dujardin auf Valegro auch zwei Mal Einzel-Silber gewonnen – und die Mehrheit im Stadion hatte die zierliche Reiterin und ihren imposanten Hengst in der Kür sogar vorne gesehen. Göteborg wird sie nur am Fernsehen verfolgen. „Nö, da fahre ich nicht hin“, sagt sie nur, um dann noch ehrlich hinzu zu setzen: „Das wäre schon etwas bitter für mich.“ Und – wie um sich selbst zu trösten: „Besser es ist diese Saison passiert, als im Olympia-Jahr. Und überhaupt habe ich Glück gehabt, dass Desperados zuvor immer von Verletzungen verschont geblieben ist, und ich seit 2012 mit ihm bei allen Championaten zum Team gehörte.“

Beim CHIO ist sie aber nicht nur Zuschauerin, hat den erst achtjährigen Destiny im Prix St. Georges präsentiert. Seit März reitet sie den Youngster, Aachen ist erst das zweite gemeinsame Turnier. „Er war von der Atmosphäre im Stadion noch sehr beeindruckt, hat förmlich die Luft angehalten“, war die 30-Jährige aber mit Platz 5 und 70,474 Prozent nicht unzufrieden.

Destiny ist – wie auch ihre sechsjährige Nachwuchshoffnung Des-tino – ein Sohn von Desperados. „Er hat sehr viel von seinem Vater“, schwärmt die Reiterin, und ihre schönen blauen Augen strahlen sofort. „Destiny – zu Hause nennen wir ihn Norbert – hat ein riesiges Potenzial, eine tolle Veranlagung für Piaffe und Passage. Ich hoffe, er kann in die Fußstapfen seines Vaters treten.“

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