Tennis-Bundesligist TK Kurhaus Aachen startet in die Saison

Von: Roman Sobierajski
Letzte Aktualisierung:

Aachen. Die Zielsetzung ergibt sich fast von selbst: „Natürlich treten wir an, um unseren Titel zu verteidigen“, erklärt Teammanager Alexander Legsding. Der TK Kurhaus Aachen, amtierender deutscher Tennis-Mannschaftsmeister, startet am Sonntag (11 Uhr) bei Blau-Weiß Neuss in die neue Saison.

Und alle anderen Zielsetzungen, als den „Pott“ nach dem Hattrick in den letzten drei Jahren und insgesamt fünf Meisterschaften in sechs Spielzeiten wieder nach Aachen zu holen, dürften für den Teammanager, Trainer Carsten Arriens und das Team schwer vermittelbar sein. „Alle anderen Bundesligisten geben den Kampf gegen den Abstieg oder einen Platz unter den ersten Vier als Ziel an, wir wollen Meister werden“, so Legsding.

Allerdings hat Aachens Teamchef zum Auftakt traditionell einige Personalschwierigkeiten, das Problem liegt Luftlinie rund 440 Kilometer entfernt in London. „Zum jetzigen Zeitpunkt kann ich noch nicht genau sagen, welche Spieler für den TK Kurhaus in Neuss an den Start gehen. Ich muss die Ergebnisse in Wimbledon abwarten.“

Ein Großteil des Kaders ist beim Grand Slam auf Rasen in London gemeldet, und der Blick von Legsding ist bis zum Bundesliga-Auftakt jeden Tag auf das Tableau gerichtet: „Wir haben mit den Spielern die Abmachung, wer in Wimbledon rausfliegt und sich als Erster meldet, bekommt von uns auch die Zusage für die Tennis-Bundesliga“, legt der Kurhaus-Teamchef die Absprachen offen.

Legsdings Hoffnungen ruhen auf „Wiederzugang“ Carlos Berlocq, der auf Rasen bereits in der ersten Runde ausgeschieden ist und in Neuss an Position 1 für den TK Kurhaus antreten könnte, da Florian Mayer seit Monaten an einer schmerzhaften Verletzung (Schambeinentzündung) laboriert. Ohnehin sind die Verletzungssorgen zum Auftakt nicht gerade gering: Der Slowene Alja Bedene hatte als zweiter Neuzugang ebenfalls mit einer hartnäckigen Verletzung zu kämpfen, Philipp Petzschner ist nach monatelangen Schulterproblemen in der Weltrangliste weit abgerutscht und scheiterte am Wochenende bei der Qualifikation für das Einzel-Hauptfeld beim Challenger in Marburg am Chilenen Christian Garín. Für das Doppel wurde der 30-Jährige vom Veranstalter jedoch mit einer Wildcard versehen und tritt zusammen mit Dominik Meffert an, der in diesem Jahr bereits seine 13. Saison für den TK Kurhaus bestreiten wird.

Der Blick des Aachener Teammanagers wird in den Tagen vor der Auftaktbegegnung jedenfalls zwischen dem mit rund 30 Millionen Euro dotierten Grand-Slam-Turnier in Wimbledon und dem 30.000-Euro-Challenger in Marburg hin und her gehen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert