Strammes Programm für die Alemannia: „Die Jungs können das aushalten“

Von: Klaus Schmidt
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Alemannia Karlsruhe
Neuer Auftrag gegen Erfurt: Norikazu Murakami soll für mehr Schwung auf dem rechten Flügel sorgen. Archiv-Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Ergebnisse von solcher Deutlichkeit sind, selbst unter Beteiligung von Spitzenteams, in dieser Liga höchst ungewöhnlich. „Klar“, das räumte auch Sascha Herröder ein, „Karlsruhe hat die Klasse.“ Aber die Höhe der Niederlage am Freitagabend, dieses 0:4, irritierte nicht nur den Kapitän von Alemannia Aachen. „Man kann gegen den KSC verlieren. Doch dann ist nach der Pause alles schiefgegangen, was schiefgehen kann.“

Auch Kristoffer Andersen wunderte sich über individuelle Fehler, „wie wir sie in den drei Spielen zuvor nicht gemacht haben. Zum Schluss ging es nur noch darum, nicht mit 0:7 vom Platz zu gehen.“ Schon in der ersten Ernüchterung empfahl der „Sechser“, sich von diesem Rückschlag nicht weiter runterziehen zu lassen. „Wir dürfen nicht weiter über diese Niederlage nachdenken, am Dienstag geht es weiter.“ Der Terminplan nimmt Alemannia richtig ran mit zwei aufeinanderfolgenden „englischen Wochen“: morgen das Nachholspiel bei Wacker Burghausen, am Samstag zu Rot-Weiß Erfurt, mittwochs darauf das FVM-Pokal-Viertelfinale gegen Germania Windeck und drei Tage später in der Liga gegen die Stuttgarter Kickers.

René van Eck hegt nicht die Befürchtung, dass der ohnehin auf Kante genähte Kader unter dieser Belastung körperlich einbrechen könnte. „Läuferisch können die Jungs das aushalten, sie haben schon die erste englische Woche sehr gut überstanden“, sagt der Cheftrainer, der natürlich das Trainingsprogramm und -pensum anpasst. Das Spiel gegen Karlsruhe wurde am Samstag besprochen, „und dann haben wir wieder neu angefangen“, die Niedergeschlagenheit abgelegt.

Eine deutliche Verbesserung beim Personalstand wird es zum nächsten Spiel indes nicht geben. Timo Brauer, Timmy Thiele und Robert Leipertz fallen auch in Burghausen aus, nur Armand Drevina kehrt nach seiner Gelbsperre zurück. „Darüber bin ich froh“, sagt der Trainer, „er hat uns gegen Karlsruhe schon gefehlt.“ Ein gerade 19 Jahre alt gewordener A-Junior ist schon nach sechs Profi-Einsätzen kaum noch aus dem Team wegzudenken . . . Van Eck hofft, „dass wir nicht noch mehr Verletzte bekommen und bald der eine oder andere zurückkehrt“.

Die Themen Liquiditätsnachweis, den Alemannia am Montag gegenüber dem Deutschen Fußball-Bund erbringen muss, und drohender Punktabzug würden übrigens in der Kabine nicht diskutiert. „Das Einzige, worauf wir Einfluss haben“, sagt der Trainer, „ist Punkte zu holen.“

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