Stahl und Poll in der Auswahl

Von: Roman Sobierajski
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Aachens Diagonalangreiferin Esther Stahl (rechts) ist bereits zum zweiten Mal für den Allstar Day nominiert, Jana-Franziska Poll hat heute in Dresden ihren Premieren-Auftritt. Foto: Andreas Steindl

Aachen. So eine Auswechslung ist Esther Stahl zuvor noch nie passiert - und wird sich auch nicht wiederholen: Die Diagonalangreiferin musste beim Allstar Day im vergangenen Jahr das Feld verlassen, und an ihrer Stelle kam Heriberto Quero, der damals noch in Diensten von Evivo Düren stand, in die Nordauswahl der besten Volleyballerinnen des Landes.

„Letztes Jahr stand der Spaß einfach zu sehr im Vordergrund”, erinnert sich die 29-Jährige an ihren Debüt in Düsseldorf, „in diesem Jahr wird das Sportliche auf jeden Fall wieder besser werden.”

Gemeinsam mit ihrer Mannschafts-Kollegin Jana-Franziska Poll, die erstmals nominiert wurde, vertritt die Linkshänderin die Farben von Alemannia Aachen beim dritten Allstar Day, der am Sonntag in Dresden startet. Zwei „Ladies in Black” unter den Besten der Liga, den ganz Großen der Branche? „Unsere Fans haben gewählt wie wild, das ist ein gutes Zeichen”, erklärt Jana-Franziska Poll das Phänomen. Die Fans hatten bundesweit die Gelegenheit, ihre Stimme für die nominierten Spielerinnen und Spieler abzugeben - und der Anhang der Schwarz-Gelben hat davon reichlich Gelegenheit ergriffen.

Lampenfieber hat die 22-Jährige nicht, auch wenn sie sich „so fühlt wie Esther im vergangenen Jahr”. „Es ist einfach schön, zu den Besten zu gehören und herauszufinden, was für Menschen hinter den Spielerinnen stecken, die man ja sonst nur als Gegnerin auf der anderen Seite des Netzes kennt.” Dazu wird reichlich Gelegenheit bestehen, denn nach dem Treffen am Samstag um 18 Uhr und den Anweisungen der Trainer ist ein gemeinsames Essen der Auswahlspieler und ein gemütlicher Abend geplant. „Aber natürlich steht auch für mich im Vordergrund, mich in Dresden sportlich gut zu präsentieren”, meint die Aachener Außenangreiferin.

Genutzt hat diese Chance im vergangenen Jahr auf jeden Fall Esther Stahl: Die Diagonalangreiferin geriet in das Blickfeld von Frauen-Bundestrainer Giovanni Guidetti, wurde zu Lehrgängen eingeladen und gehört auch in diesem Jahr zum erweiterten Nationalmannschafts-Kader.

So ist auch Volleyball-Koordinator André Schnitker stolz auf seine Spielerinnen und sieht „eine zusätzliche Belohnung und Bestätigung für ihren unermüdlichen Einsatz”. Die Trikots werden allerdings nicht als Erinnerungsstücke den Weg nach Aachen antreten: Alle 48 werden zu einem Mindestgebot von 50 Euro pro Stück für die Haiti-Hilfe versteigert.
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