Salut-Festival: Bundesliga für den Nachwuchs

Von: Helga Raue
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Wieder für das Salut-Festival gemeldet: der junge Aachener Springreiter Tim Birckenstaedt. Foto: Thomas Rubel

Aachen. „Für mich ist das Bundesliga, wenn nicht sogar die Champions League.“ Besser kann man das Salut-Festival kaum einordnen. Tim Birckenstaedt fand die passenden Worte nach dem Finale der Junioren 2015, einem Springen der Klasse S, bei dem ihm auf seiner Schimmelstute Zetstrichta nur ein Abwurf unterlaufen war.

Das Salut-Festival ist auch anno 2016, im 26. Jahr seines Bestehens, noch immer ein Highlight und ein Gradmesser für den Nachwuchs im Springsattel. Vom 24. bis 27. November treffen sich die Springreiter wieder in der Aachener Albert-Vahle-Halle.

Natürlich ist der junge Aachener Tim Birckenstaedt ebenso wieder mit dabei wie der für Luxemburg startende Hauseter Tobias Haugg, die Jülicherin Vivien Blandfort und Alejandro Sanchez-Mehlkopf, Enkel von Turniergründer Willibert Mehlkopf. Der hatte anno 1991 als damaliger Landestrainer Rheinland das Turnier aus der Taufe gehoben.

„Wir haben mit wenig Geld angefangen, das Turnier war nicht so feudal wie heute, aber der Sport war immer schon sehr gut“, blickt der 74-jährige frühere Springreiter zurück und ergänzt: „Damals war die Organisation auch nicht so einfach wie heute, seit der ALRV als Ausrichter mit im Boot ist.“

Seit 2006 richtet der Aachen-Laurensberger Rennverein, Organisator des CHIO Aachen, das Turnier nun in Zusammenarbeit mit Mehlkopf und dem Pferdesportverband Rheinland aus. „Man muss auch etwas für den Nachwuchs tun“, begründet ALRV-Präsident Carl Meulenbergh das Engagement. Und Frank Kemperman, ALRV-Vorstandsvorsitzender und neben Mehlkopf Turnierchef, ergänzt: „Ohne die Jugend hat unser Sport keine Zukunft, ohne kleine Turniere würde es keinen CHIO geben, denn sie sind die Vorbereitung für den großen Sport.“

120 Starter, 32 Reiterinnen und 88 Reiter, gehen mit 276 Pferden in den 19 Prüfungen – darunter allein zehn schwere Springen, von der Führzügelklasse bis zum Drei-Sterne S (am Sonntag ab 16.30 Uhr), das der abschließende Höhepunkt ist – an den Start. 40.000 Euro Preisgeld wurden ausgelobt, das Budget beträgt 100 000 Euro. Das Salut-Festival umfasst vier Altersklassen: Children (bis 14 Jahre), Junioren (bis 18 Jahre), Junge Reiter (bis 21 Jahre) und Ponys (bis 16 Jahre).

„Aachen ist jedes Jahr etwas ganz Besonderes“, freut sich Springreiterin Debby Sterzenbach (Mülheim), die seit 2010 jedes Jahr am Start ist, auf die vorweihnachtliche Atmosphäre in der Albert-Vahle-Halle. Die erfolgreiche 20-Jährige startet wieder mit ihrer Stute Cinderella und schnupperte am Dienstag schon mal Hallenluft, genauso wie die vierjährige Clara Pohen, die in der Führzügelklasse erste Erfahrungen sammeln wird.

Übrigens: Der Eintritt zum Salut-Festival ist an allen Tagen frei.


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