Düren - „Rund um Düren“ dieses Jahr mit einer neuen Streckenführung

„Rund um Düren“ dieses Jahr mit einer neuen Streckenführung

Von: Carsten Rose
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Am Sonntag nehmen die Radsportler wieder die Herausforderungen des Rennens „Rund um Düren“ an. Foto: Jörg Abels

Düren. Im Blickpunkt des Radrennens „Rund um Düren“ am kommenden Sonntag steht zweifelsohne die neue Streckenführung. Es geht nicht durch den Kreis Aachen, das Fahrerfeld dreht ausschließlich auf den Straßen des Kreises Düren seine Runden und legt mehr Höhenmeter als sonst zurück.

„Wir haben die Eifel vor der Tür, also nutzen wir sie auch. Das ist kein Rennen für Weicheier“, erklärt Alexander Donike, Vorsitzender des RSV Düren. Den Anstieg hoch nach Rollesbroich gibt es nicht mehr, dafür geht es jetzt rauf nach Vossenack. Ein Knackpunkt, da sind sich Fahrer wie Verantwortliche einig. Die Panoramastraße zwischen Schmidt und Vossenack werde eine Härteprüfung, sagt RSV-Teamleiter Sven Rehbein. Viele Höhenmeter bedeuten auch teilweise größere Temperaturschwankungen: Zehn bis 15 Grad vom Start bis ins Ziel seien möglich. „Aber das macht ,Rund um Düren‘ zu dem, was es ist“, sagt Donike. Weiter noch: Auf der jetzigen Strecke könne man eine Weltmeisterschaft fahren.

Bei ihrem Heimrennen über 143,6 Kilometer sieht die RSV-Riege die eigenen Rennfahrer in der Eliteklasse KT A/B mit etwa 150 Startern jedoch trotz Heimvorteils nicht im Spitzenfeld. „Es ist realistisch, dass Matthias Bertling aus der A-Klasse unter den Top 30 landet. Aber dafür muss sich jeder andere aufopfern“, zeigt Rehbein, selbst ehemaliger Fahrer, auf. Zum Kreis der Sieganwärter zählen er und Donike aus „einer Reihe guter Teams“ das Team Stölting aus Gelsenkirchen und Kouta Lotto. Das Team Stölting schickt mit Lennard Kämna den Welt-, Europa-, und Deutschen Meister im Zeitfahren des vergangenen Jahres ins Rennen. „Er ist auf jeden Fall zu beachten“, meint Donike. Aus persönlichen Gründen sieht er auch den Kölner Nils Politt von Stölting weit vorne. Kuota Lotto hat Ende März noch mit einem Doppelsieg bei „Rund um Merken“ ihre Stärke präsentiert. Einen Massensprint beziehungsweise die Zielankunft einer größeren Gruppe erwarten weder Donike noch Rehbein: „Die Attacken beginnen ab Kilometer null, so war es auch in den vergangenen Jahren.“ Der scharfe Start ist am Samstag in Straß.

In der B-Klasse hofft Rehbein, zwei Starter unter die ersten 30 zu bekommen. Antreten werden Yannic Distel, Lukas Menzel und Michael Hover. Mehr Ambitionen auf das Podest haben die C-Fahrer im 200 Mann starken Feld. Für die Kapitäne Chris Dörfler und den 18-jährigen Joshua Schotten, der seine Rund-um-Düren-Premiere bei den Senioren feiert, zählen nur die vorderen Ränge. „Alles andere“, sagt Dörfler direkt, „als zu denken: ,Heute ist dein Tag, du gewinnst‘ macht keinen Sinn.“ Mit zu den Favoriten gehören laut Schotten die U 19-Bundesligafahrer.

Zur Taktik will Teamleiter Rehbein nur so viel verraten: „Wir wollen das Rennen schnell und selektiv machen. Am liebsten sollen etwa zehn Mann den Sieg unter sich ausmachen – möglichst zwei davon von uns.“ Es sei alles auf die Kapitäne ausgerichtet. Wer am Ende dann oben steht, ist für Dörfler und Schotten zweitrangig, Hauptsache, es wird eine „gute Teamleistung“.

„,Rund um Dürene_SSLq ist noch ein richtiges Rennen, das zeigt, das Radsport noch ein Teamsport ist“, sagt Dörfler. Beide Fahrer haben sich die Strecke am vergangenen Wochenende angeschaut und sich die Schlüsselstellen eingeprägt. „Rauf nach Vossenack wird auf jeden Fall eklig“, weiß Schotten, der im vergangenen Jahr bei den Junioren noch kurz vor Schluss in einer Kurve stürzte und 15. wurde. Auch auf der neuen Strecke gibt es in Kreuzau vor Start und Ziel eine Linkskurve, in die besser keine größere Gruppe auf einmal einlenken sollte.

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