„Rund um Dom und Rathaus“: Von Rennfahrern gefürchtet und geliebt

Von: Wilhelm Peters
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Durchgeschüttelt: Über 95 Prozent Kopfsteinpflaster prägen die Strecke und machen den Fahrern bei „Rund um Dom und Rathaus“ in Aachen das Leben schwer. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Alexander Weifenbach ist wieder dabei. Er will das Double schaffen. 2016 gewann er die 41. Auflage des Radrennens „Rund um Dom und Rathaus“ in Aachen. Weifenbach kommt mit gleich fünf Mannschaftskollegen vom Team Kern-Haus nach Aachen, wenn am kommenden Samstag der RC Zugvogel 09 die 42. Ausgabe des Klassikers veranstaltet.

Sie sollen Weifenbach auf der 900 Meter langen Runde in der Altstadt, die 60-mal von den rund 50 Fahrern (KT/AB-Klasse) ab 19.30 Uhr unter die Räder genommen wird, unterstützen und möglichst zum neuerlichen Erfolg verhelfen.

Das Rennen wird – garantiert – ein würdiger Countdown für den am Sonntag anstehenden Besuch der Tour de France in der Region. Die zweite Etappe des größten und schwersten Rennens der Welt führt dann von Düsseldorf über den Kreis Heinsberg, das Jülicher Land, die Städteregion (Alsdorf, Würselen) und die Stadt Aachen, in der auch der Markt passiert wird, nach Lüttich. Das sind exakt 203,5 Kilometer.

Die Distanz in der Aachener Altstadt ist mit 54 Kilometern zwar wesentlich kleiner. Das Profil der Strecke aber kommt bekanntlich eher heftig daher. Mehr als 95 Prozent des Untergrunds besteht aus Kopfsteinpflaster. Deshalb ist dieses anspruchsvolle Rennen mit dem kurzen, engen Anstieg vom Büchel hinauf zum Markt bei den Rennfahrern gefürchtet, wegen der Atmosphäre entlang der Strecke aber gleichzeitig geliebt.

Vorjahressieger Alexander Weifenbach wird es schwer haben. Trotz Unterstützung der Teamkollegen. Zugvogel-Vorsitzender Guido Diefenthal spricht von „starker Konkurrenz. Neben ausländischen Fahrern wie dem siebenköpfigen Team von Sparta Prag ist die nationale Amateur-Elite am Start“, sagt er. Diefenthal nennt mit Michael Schweizer einen weiteren Sieger des Rennens (2011), der starten wird. Allerdings fährt der „Zugvogel“ Schweizer berufsbedingt nicht mehr unbedingt auf höchstem Niveau, probiert aber alles, um vorne dabei zu sein.

Schweizers Bruder Christoph, nach wie vor Zugvogel-Mitglied, der für das Bundesliga-Team „Sauerland NRW“ in die Pedale tritt, dürfte ein starker Konkurrent sein. Ebenso Zugvogel Heiko Homrighausen aus Herzogenrath, gleichfalls in der Bundesliga unterwegs für das Team „Embrace The World Cycling“. Homrighausen zeigte 2016 eine ganz starke Leistung, als er nach einer Panne alleine fuhr, Runde um Runde aufholte und fast noch aufs Treppchen gefahren wäre.

Weitere Lokalmatadore

Mit Dennis Klemme (Stevens Racing Team) kommt Samstag ein weiterer Aachen-Sieger. Er triumphierte 2014 auf dem Markt. Der Stolberger Marcel Meisen (Team Beobank Coredon) oder Robert Retschke (Team Lotto Kern-Haus) aus Aachen und sein Mannschaftskollege Daniel Westmattelmann sind weitere Anwärter, die durchaus Chancen haben, ganz nach vorne zu fahren.

Wer das Einzelzeitfahren über 14 Kilometer in Düsseldorf, mit dem die Tour de France am Samstagnachmittag eröffnet wird, live verfolgen will – kein Problem. Die Stadt hat auf dem Markt eine Großleinwand installiert, auf der Marcel Kittel, André Greipel, Tony Martin, Christopher Froome und Co. bei der Arbeit zu verfolgen sind.

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