Rugby: Aachener gilt als eines der größten Talente in Deutschland

Von: Lukas Weinberger
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Mit dem Adler auf der Brust: Rugby-Talent Eric Marks. Foto: Steindl

Aachen. Eric Marks ist viel unterwegs im Moment, er war zwei Mal für ein paar Tage in Portugal, heute fliegt er für mehr als eine Woche nach Brasilien, und Mitte Dezember geht es noch nach Italien. Nicht die schlechtesten Reiseziele, das sieht auch Marks so, „ich sehe etwas von der Welt“, aber darum geht es eigentlich ja gar nicht.

Marks (18) ist Rugbyspieler beim Zweitligisten RC Aachen, in Deutschland gilt er als eines der größten Talente. Und der Sport ist der Grund, warum er so viel unterwegs ist. Er sagt: „Ich habe ganz schön viel um die Ohren“, aber das sei schon okay so. Marks ist Stürmer und spielt die 15er-Variante des Rugby, die ist nicht olympisch, aber sie ist beliebt, das hat zuletzt die Männer-WM in England gezeigt, fast zehn Millionen Menschen haben alleine in Deutschland am Fernseher zugeschaut. Und Deutschland ist, was Rugby angeht, ja ein Entwicklungsland.

Marks ist einer, der das mal ändern will, und ohne Reiserei geht das nicht. Aachen, das ist dabei sein Ausgangspunkt, und von dort aus reist er um den Globus. Er spielt nämlich bei internationalen Turnieren für den Heidelberger RK, und deutscher Nationalspieler ist er auch. Marks sagt: „Das alles bringt mich in meiner Entwicklung weiter.“

Ende Oktober ist Marks mit der U 19-Nationalmannschaft zur Europameisterschaft nach Portugal geflogen. Die EM-Spiele fanden im Olympiastadion von Lissabon statt, mit Einlauf, mit Hymne, Marks sagt: „Das war schon beeindruckend.“ Und auch sportlich lief es, gegen den späteren Europameister Spanien verlor die deutsche U 19 zwar knapp, die Duelle mit Belgien und den Niederlanden gewann das Team aber. Fünfter Platz, „das war schon ganz gut“, sagt Marks.

Am vergangenen Samstag hat der Aachener dann schon wieder in Portugal gespielt, diesmal für den Heidelberger RK. Mit dem Deutschen Meister spielte er gegen GD Direito, portugiesischer Meister; es war das erste Qualifikationsspiel für den European Challenge Cup. Marks und sein Team haben das Duell mit 24:21 gewonnen. Ein guter Anfang, aber die Heidelberger müssen Mitte Dezember auch beim italienischen Topklub Mogliano bestehen, dazu in Heimspielen gegen ein belgisches und ein rumänisches Team; Marks wird auch dann zum Kader gehören.

Und dann ist da noch die Sache mit der Männer-Nationalmannschaft. Mit ihr fliegt Marks heute nach Brasilien, in Blumenau und Sao Paulo stehen in den nächsten Tagen zwei Spiele gegen die Gastgeber an. Es könnten Marks‘ erste richtige Länderspiele werden, es geht gegen Brasilien um Punkte für die Weltrangliste. Er war zwar schon ein paar Mal im Kader des Nationalteams, gespielt hat er aber nur gegen nationale Klubs, das macht man im Rugby schon mal so. Zuletzt hat Marks mit der Mannschaft gegen den französischen Topklub La Rochelle gespielt, er hat seine Sache gut gemacht, so gut, dass er den Franzosen in Erinnerung blieb und zum Probetraining eingeladen wurde, eine Woche bei der U 22. Marks sagt: „Da habe ich viel Neues gelernt.“

Es ist aber nun nicht so, dass Marks nur auf Rugby setzt, er studiert in Aachen Bauingenieurwesen. Auf seinen Reisen hat er die Unterlagen immer dabei, „das funktioniert bisher ganz gut“. Und er kommt ja auch immer nach Aachen zurück, was besonders seinen Verein und noch ein bisschen mehr seinen Trainer Frank Bronneberg freut: „Für uns ist es natürlich manchmal schade, wenn Eric so viel unterwegs ist, aber bei dem Niveau, das er hat, wäre es Quatsch, solche Chancen nicht zu nutzen.“

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