Ringer-Bundesligist Eintracht Walheim startet gegen Titelaspiranten

Von: Wilhelm Peters
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Obenauf: Walheims Publikumsliebling Yaschar Jamali (rotes Trikot) will auch kommende Saison wieder glänzen. Foto: Wolfgang Birkenstock

Walheim. Ein hartes Stück Arbeit steht den harten Jungs von Eintracht Walheim ins Haus: In der zweiten Saison nach der Rückkehr in die 1. Ringer-Bundesliga nimmt das Trainer-Duo Klaus Sailer/Armen Mkrytchian nach Platz 6 in der letzten Saison nun Rang 4 ins Visier.

„Wenn wir das schaffen, haben wir gute Chancen, auch die Zwischenrunde zu überstehen“, sagt Sailer. Dort treten die zweit- bis siebtplatzierten Mannschaften an, um die Finalrunde zu erreichen, für die die beiden Gruppensieger gesetzt sind. Als Vierter würde die Eintracht in der Zwischenrunde auf den Siebtplatzierten der Bundesliga-Gruppe Süd treffen – eine zumindest von der Papierform her vermeintlich einfachere Aufgabe, als die, die auf Walheim zukäme, würde der Klub die Hauptrunde auf Platz 5 beenden. Dann müsste Kasim Aras, Yaschar Jamali und Co. gegen den Zweiten der Südgruppe um den Einzug in die Endrunde kämpfen.

Aber soweit ist es noch nicht. Zunächst stehen die zwölf Hauptrunden-Begegnungen auf dem Plan, in denen es gilt, die doch überraschend gute Vorstellung aus der letzten Saison zu bestätigen beziehungsweise zu übertreffen. Mit Mömbris-Königshofen, dem drittplatzierten Team der vergangenen Saison, erwartet die Eintracht am Samstag (19.30 Uhr) in der Halle des Inda-Gymnasiums in Kornelimünster zum Auftakt einen „Hammergegner“, gegen den Klaus Sailer ein Unentschieden als Erfolg einstuft.

Drei der fünf Neuzugänge stehen im Premierenkampf 2014 zur Verfügung: In der Klasse bis 66 Kilogramm geht Edward Bersegjan auf die Matte, Rame Khalil (75 kg) und Edgar Babajan (86 kg/alle griechisch-römisch) stehen ebenfalls bereit. Fehlen wird zunächst noch der am Ellbogen verletzte Europameister Aleksandar Kostadinov (66 kg/griechisch-römisch) und der erst für die Rückrunde eingeplante Zviad Metreveli (130 kg/Freistil).

„Ich denke, wir haben uns so verstärkt, dass wir mehr holen können als zuletzt Platz 6. Das geht aber nur, wenn es optimal läuft und sich niemand ernsthaft verletzt“, sagt Publikumsliebling Yaschar Jamali (66 kg/Freistil), der „fit und verletzungsfrei“ auf die Matte geht. „Wenn der Teamgeist stimmt, wovon auszugehen ist, weil wir keine Ego-Ringer, sondern Mannschaftskämpfer haben, zeigen wir eine starke Saison“, ist er überzeugt.

Und auch Klaus Sailer ist alles andere als bange: „Wir können gegen Mömbris-Königshofen vier oder fünf Siege holen, wenn alles funktioniert. Aber auch mit fünf Siegen kannst du am Ende verlieren. Es ist alles möglich.“

Das hängt auch mit den neuen Wertungen zusammen. Es gibt keinen Punkt mehr für Niederlagen. Verlor Ringer A bislang 1:3 gegen B, war das ein Zähler für den Verlierer. Jetzt bekommt nur der Gewinner 1:0 bis 4:0 Punkte. Ein Test, der nach Einschätzung Sailers wohl nur diese Saison Geltung hat.

Die Eintracht hat nach dem kommenden Samstag einen vom 19. Oktober vorverlegten, weiten Heimkampf: Der KAV Mansfelder Land aus Eisleben gastiert am Freitag, 3. Oktober, 15 Uhr, in Aachen. Diese Auseinandersetzung findet dann in der Aachener Niederlassung von Mercedes Benz an der Gneisenaustraße statt. Schon danach wissen die starken Jungs, in welche Richtung das “Tabellenthermometer“ deutet. Sailer: „Mansfelder Land ist ein Gegner, den wir schlagenen müssen, wollen wir unser Ziel erreichen.“

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