Rettung passé: „Ladies in black“ verlieren 0:3 in Köpenick

Von: eck
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Köpenick/Aachen. Jetzt ist auch das ohnehin extrem kurze Strohhälmchen außer Griffweite: Die Niederlage beim Köpenicker SC bedeutet für Alemannia Aachens Bundesliga-Volleyballerinnen, dass sie sich sportlich nicht mehr retten können. Was bleibt, ist die Hoffnung darauf, dass aus mindestens einer der beiden Zweitliga-Staffeln kein Klub den Aufstieg wagen will.

Es kursieren zwar Mutmaßungen, dass es so kommen werde, die Entscheidung wird aber erst fallen, wenn die Lizenzanträge bei der DVL am 1. April vorliegen.

Das 0:3 (21:25, 24:26, 15:25) vor 527 Zuschauern in Berlin weckt Erinnerungen an die Saison 2008/09. Als Neuling zahlten die „ladies in black“ in sämtlichen dreizehn Hinrunden-Partien Lehrgeld und blieben ohne Punkt. Nach Heimsiegen gegen Bayer Leverkusen, den USC Münster und vor allem die Fighting Kangaroos Chemnitz, die nur gegen Aachen siegten, durfte dann allerdings der Klassenerhalt gefeiert werden.

Jetzt ist die Mannschaft gefordert, bei Sponsoren und Fans keinen weiteren Kredit zu verspielen. Die Unterstützung braucht man nämlich – egal ob in der Saison 2013/14 in Liga 1 oder 2. „Einen ersten Schritt in diese Richtung haben wir getan. Zumindest in den ersten beiden Sätzen wurde ein ansehnliches Spiel geboten“, bilanzierte Trainer Stefan Falter. „Meine Spielerinnen haben im Block gut gestanden, in der Verteidigung ihre Stärken gezeigt und sich auch im Angriff achtbar verkauft. Ein großes Kompliment muss ich meiner Zuspielerin Karen Lißon machen, die eine tolle Leistung abgeliefert hat, obwohl diese letztlich nicht honoriert wurde. Letztlich war es dann wieder unsere Annahme, die ein besseres Abschneiden verhindert hat.“

In Durchgang 1 setzte sich der KSC über 8:4 auf 10:5 ab. Beim 11:11 war alles wieder offen. Nachdem die Gäste mit 14:12 vorne gelegen hatten, behielten sie bis zur zweiten technischen Auszeit den „Durchblick“. Und auch, als aus dem 15:15 ein 16:19 wurde, ließ Aachen nicht locker und zog zum 21:21 gleich. Dann allerdings war Köpenick cleverer.

Der zweite Satz verlief ähnlich. Beim 11:7 führten die Berlinerinnen erstmals und erhöhten sogar auf 16:11. Einmal mehr legten die „ladies in black“ jedoch einen Beweis dafür ab, dass die Moral weitgehend stimmt. Man wehrte sich erbittert und glich zum 24:24 sogar aus. Aber wieder hatte der Gegner das glücklichere Ende für sich.

Der dritte Abschnitt war, wie Stefan Falter es formulierte, von „Enttäuschung geprägt“. Köpenick dominierte jetzt und nutzte Aachens Frust. „Da wir uns im Heimspiel am kommenden Samstag gegen Wiesbaden über die komplette Distanz gut präsentieren wollen, werde ich im Training einiges versuchen“, kündigte Aachens Coach an. „Mir geht es darum, den Spielerinnen Perspektiven für ihre Zukunft – bei uns oder anderswo – aufzuzeigen und zudem wieder Freude am Beruf zu vermitteln.“

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