Punktlos gegen ungeschlagen

Von: Roman Sobierajski
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Dürfte von Kölns Coach Peter Stöger das Vertrauen für sein Startelf-Debüt bekommen: FC-Angreifer Simon Zoller (links). Foto: imago/Eduard Bopp

Köln. Klarer könnte die Ausgangslage von der Papierform her nicht sein: Sieben Punkte beim 1. FC Köln, kein einziger beim FC Schalke 04, 5:0 Tore hat das Team von FC-Trainer Peter Stöger auf dem Konto, mit 0:5 steht die Mannschaft von Markus Weinzierl im Dispo.

Doch vor dem  Aufeinandertreffen am Mittwoch (20 Uhr) der Sieglosen und der Ungeschlagenen wird der Kölner Trainer, von Natur aus eher bei „ein Mann, ein Wort“ angesiedelt, bei den Stichworten Erwartungshaltung und Euphorie noch weniger redselig als ohnehin schon.

„Wir versuchen, uns dem zu stellen, den nächsten Entwicklungsschritt zu machen und die Erwartungshaltung mehr und mehr zu erfüllen. Es ist eine spannende Zeit“, kann auch der 50-Jährige die steigende Euphorie in einer Stadt, in der schon häufig zwischen Heiligsprechung und Hexenverbrennung nur eine vergebene Torchance lag, nicht mehr ignorieren.

So findet Stöger die Vokabel Zufriedenheit, um den aktuellen Zustand in der Mannschaft, dem Trainerteam und der sportlichen Leitung zu beschreiben, ist aber weit davon entfernt davon, die Königsblauen nach dem Ligafehlstart auf die leichte Schulter zu nehmen: „Das ist eine riesige Aufgabe für uns auf Schalke. Im Kader sind großartige Spieler, die allerdings erst spät zur Vorbereitung zusammengekommen sind.“

Heißt im Umkehrschluss aber auch: Je eingespielter der Gegner wird, desto schwieriger wird die Nuss zu knacken sein. Dabei wird der FC genau in der englischen Woche gezwungen sein, seine eingespielte Mannschaft auf einer wichtigen Position zu ändern: „Leo Bittencourt steht nach seiner Muskelverletzung weder für das Spiel auf Schalke noch für die Partie gegen Leipzig am Sonntag zur Verfügung“, räumt Stöger ein und muss für den Torschützen und Vorlagengeber auf der linken Angriffsseite eine Alternative finden.

„Möglich sind eine Änderung des Systems oder ein Eins-zu-eins-Tausch. Und so groß sind unsere personellen Alternativen nicht, dass man in Gelsenkirchen nicht weiß, wer dafür in Frage kommt.“

Am schnellsten dürfte man da bei S04 wohl auf den Namen Simon Zoller – auch Filip Mladenovic oder Milos Jojic wären denkbare Alternativen – kommen, der damit in dieser Saison zu seinem Startelf-Debüt kommen dürfte.

Dennoch ist die Kölner Mannschaft im vierten Jahr unter der Trainerschaft von Peter Stöger spielerisch und auch geistig so gefestigt, dass solche Umstellungen nicht mehr zu allzu großen Verwerfungen führen. Gewarnt ist man trotzdem am Geißbockheim.

Immerhin startete das Team auch in der vergangenen Saison mit sieben Punkten aus drei Spielen und fing sich dann eine schmerzhafte 2:6-Niederlage bei Eintracht Frankfurt. „Meine Aufgabe lautet, dafür zu sorgen, dass die Spieler gut aufgestellt sind und die richtigen Entscheidungen treffen“, will Stöger eine Wiederholung verhindern.

Voraussichtliche Aufstellung: Horn - Sörensen, Mavraj, Heintz, Hector - Lehmann, Höger - Risse, Osako, Zoller - Modeste

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