Premiere: Aldenhovenerin Julia Franken tanzt beim Bundesliga-Turnier

Von: Helga Raue
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Erstmals mittendrin statt nur dabei: Die Aldenhovenerin Julia Franken, hier mit Christian Marx, tanzt Samstagabend in Düren. Foto: Jürgen Karl

Aldenhoven. Das Bundesliga-Turnier der Lateinformationen war für Julia Franken stets ein fester Termin im Kalender. Schließlich half sie seit Jahren hinter den Kulissen. „Ich habe gedacht, es muss ein tolles Gefühl sein, vor diesem Publikum zu tanzen, und gehofft, dass ich irgendwann selbst da tanzen darf“, sagt Julia Franken.

Am Samstagabend, 19 Uhr, geht ihr Wunsch in Erfüllung: Erstmals wird sie mit dem A-Team der FG Tanzsportzentrum Aachen/TD TSC Düsseldorf Rot-Weiß beim Bundesliga-Turnier der Lateinformationen in der Arena Kreis Düren antreten.

„Ich kann es kaum glauben und freue mich sehr“, strahlt die Aldenhovenerin. Erst seit dem Sommer gehört sie dem A-Team an, das im November DM-Silber und im Dezember WM-Bronze gewann. Und in der Bundesliga nach dem ersten Turnier wieder klar auf Platz 2 und damit auf EM-Kurs liegt. Und dann würde der zweite Dürener Auftritt für Julia Franken wahr, denn das TSZ Aachen richtet die EM am 3. Mai ebenfalls in der Arena Kreis Düren aus.

„Ich hoffe, dass wir Bremen Platzziffern 1 abknöpfen können“, sagt die 25-Jährige. Der Grün-Gold-Club Bremen A ist das Maß der Dinge, aktuell Weltmeister, Deutscher Meister, aber „nur“ EM-Dritter. Da musste das Team von Roberto Albanese sich Litauen und Russland beugen – und eben jene Litauer verwies das FG-Team bei der WM auf Rang 4. Gute Vorzeichen also für die EM, für die sich die ersten Beiden der Bundesliga qualifizieren.

Wenn Julia Franken Samstag tanzt, wird ausgerechnet ihre Schwester Sarah nicht dabei sein. „Meine Schwester hat damals eine Ausbildung zur Tanzlehrerin gemacht, so bin ich nach Ballett und Jazz in die Tanzschule gekommen“, blickt sie zurück.

Nach Videoclip-Tanzen, Hiphop und Karnevalstanz in der Garde und als Mariechen der KG Schlemmännchere in Dürboslar wechselte sie zum Einzeltanzen zu Grün-Weiß Aquisgrana Aachen. Und ausgerechnet ihr damaliger Partner machte sie auf die Formation des TSZ Aachen und Trainer Oliver Seefeldt aufmerksam.

„Es hatte mich gereizt, Oli kennenzulernen. Durch seine Auftritte bei ,Let‘s dance‘ war er ja auch populärer geworden“, gibt die 25-Jährige lachend zu. „Oli hat mir gefallen. Er ist ein Trainer, der weiß, was er will, er hat ganz eigene Vorstellungen, ist sehr individuell und künstlerisch.“ Sie blieb, begann 2007 im Nachwuchs-Team des TSZ, arbeitete sich hoch. Vergangene Saison belegte sie mit der B-Formation der FG Aachen/Düsseldorf Rang 4 in der Zweiten Liga - und wurde von Seefeldt im Sommer ins A-Team geholt.

Tanzpartner ist Christian Marx

„Das war auf jeden Fall ein Sprung und bedeutete einige Extra-Stunden. Seefeldt ist sehr anspruchsvoll, es ist schwer, seinen Erwartungen gerecht zu werden. Aber der Erfolg hat sich ja eingestellt“, freut sich Franken, die in den Niederlanden Physiotherapie studiert. In der schönen Choreographie „Persia – the new experience“, die die Zuschauer in den Orient entführt, tanzt sie zusammen mit Christian Marx, der ebenfalls aus dem FG-B-Team hochkam.

Zwar drückt Schwester Sarah („Sie ist total begeistert von uns, verfolgt im Fernsehen oder im Internet unsere Auftritte“) nur in München die Daumen, Freunde und Familie werden in Düren sein, wenn Julia Franken aufs Parkett geht und selbst erlebt, wie das Gefühl vor über 1000 begeisterten Zuschauern ist. „Ich war schon vor den Championaten selbst überrascht, wie ruhig ich war, dachte, dass ich aufgeregter wäre“, ist die Aldenhovenerin noch ganz ruhig und verspricht: „Ich werde mein Bestes geben.“

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