Powervolleys: Wie eine Spitzenmannschaft

Von: Guido Jansen
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Stark im Block: Auch bei den Netzhoppers gewannen Dürens Jay Blankenau (v.l.), Michael Andrei und Tomi Rumpunen das Duell am Netz deutlich – wie schon beim Heimsieg gegen Friedrichshafen. Foto: Guido Jansen

Bestensee/Düren. Dass der souveräne Heimsieg über den Rekordmeister VfB Friedrichshafen keine Eintagsfliege war, haben die Powervolleys Düren am dritten Spieltag in der Volleyball-Bundesliga bewiesen. Die Netzhoppers Solwo Königspark KW sind keine Spitzenmannschaft, aber zumindest mal ein Team mit Potenzial zum Stolperstein.

Trainer Tommi Tiilkainen und seine Spieler ignorierten das am Sonntagnachmittag aber einfach – und legten mit einer fast fehlerfreien Leistung einen souveränen Start-Ziel-Sieg hin. Mit 3:0 (25:23, 25:13, 25:20) meisterte Düren die erste Auswärtsaufgabe der Saison im Stile einer Spitzenmannschaft. „Wir haben heute all das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten“, sagte Tiilikainen, als die neun Stunden lange Rückfahrt im Bus begann.

„An uns werden noch viele Gegner verzweifeln“, hatte Neuzugang Romans Sauss nach dem Friedrichshafen-Spiel gesagt. Ein Grund dafür ist der breit aufgestellte Dürener Kader. Das bekam der routinierte Netzhoppers-Trainer Mirko Culic zu spüren, weil die Powervolleys vermutlich seine gesamte Taktik-Vorbereitung über den Haufen geworfen hatten.

Tiilikainen schickte nämlich Kapitän Jaromir Zachrich im Mittelblock und Rudy Verhoeff auf der Position des Hauptangreifers von Beginn an auf das Feld. Beide hatten bisher keine beziehungsweise wenig Spielanteile erhalten. Nationalspieler Tim Broshog und der zuletzt so starke Marvin Prolingheuer blieben draußen. „Für Rudy und Jaromir war es Zeit, dass sie spielen. Wir haben eine tief besetzte Bank, jeder Spieler hilft uns. Das haben wir heute gesehen“, fasste Tiilikainen zusammen.

Starkes Aufschlagspiel

Die Neuen in der Startaufstellung machten in Satz eins den Unterschied. Das Aufschlagass und die zwei Blockpunkte von Zachrich konnte der langjährige Nationalmannschaftskapitän Björn Andrae mit starken Aufschlägen noch zum 17:17 ausgleichen. Dann sorgte Verhoeff mit seinem Service dreimal in Folge für so viel Chaos im Netzhoppers-Spielaufbau, dass Düren vorentscheidend auf 22:18 davon zog. Und weil Zachrich und Co. am Drücker blieben, erarbeitete sich die Mannschaft mit fast fehlerfreiem Spiel schnell eine 8:4-Führung in Satz zwei.

Vor allem mit dem starken Aufschlag­spiel der Powervolleys waren die Netzhoppers überfordert. Das, was die Brandenburger noch an Angriffen über das Netz brachten, endete oft im Düener Block oder aber die Abwehr konnte den Gegenangriff vorbereiten. Als Spielmacher Jay Blankenau seinen kanadischen Landsmann Verhoeff mit einem kurzen Zuspiel einen Freischuss verschaffte, ließ der sich zum 16:9 in Satz zwei nicht lange bitten.

Die Powervolleys behielten den Fuß weiter konsequent auf dem Gaspedal, die Netzhoppers fanden in eigener Halle nicht mehr ins Spiel zurück. 10:1 gewannen die Powervolleys das Duell nach Blockpunkten, in der Annahme gelang den Spielern um Abwehrchef Blair Bann das im Spitzenvolleyball seltene Kunststück, fehlerfrei zu bleiben. Bei den Netzhoppers steht dort in der Spielstatistik eine 10.

„Wir gehen mit viel positiver Energie in das Pokalspiel“, sagte Tiilikainen mit Blick auf die nächste Aufgabe, das Pokal-Viertelfinale am Mittwoch um 19.30 Uhr in der Dürener Arena gegen den TSV Herrsching.

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