Düren - Powervolleys: Kollektiver Jubel von Dürens Fans

Powervolleys: Kollektiver Jubel von Dürens Fans

Von: Franz Sistemich
Letzte Aktualisierung:
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Findet eine Lücke im Block der United Volleys: Romans Sauss und die SWD Powervolleys Düren konnten sich zum ersten Mal gegen das Team aus Frankfurt durchsetzen. Foto: Jansen

Düren. Die Zuschauer jubelten, als hätten die SWD Powervolleys die Partie gewonnen. Aber: Es war „nur“ der erste Satz, den die Hausherren vor 1700 Fans gegen die United Volleys für sich mit 25:16 entschieden. Die Lautstärke der Dürener Fans war verständlich: Seit dem Aufstieg der Frankfurter vor zwei Jahren haben die Powervolleys keinen einzigen Satz gegen die Frankfurter gewonnen.

Der Jubel nach dem ersten Satz sollte seine Steigerung nach dem vierten finden. Denn nach 25:16, 18:25, 25:18 stand mit dem 25:22 im vierten Satz der erste Erfolg über die Volleyballer aus dem Rhein-Main-Gebiet fest. Trainer Stefan Falter, der während der gesamten Partie jeden Ballwechsel emotional verfolgt hatte, frohlockte dann auch: „Es wurde doch Zeit. Und wir haben nach der Niederlage bei der SVG Lüneburg die richtige Reaktion gezeigt.“

Der erste Satz verlief zunächst ausgeglichen. Er entwickelte sich in dieser Phase zum Aufschlag-Duell. Marvin Prolingheuer, Dürens Diagonalangreifer beispielsweise, zwang die Gäste mit seinen Aufschlägen zu ungenauen Annahmen, so dass deren Zuspieler oft genug hin- und herlaufen musste. Düren führte 8:4. Auf der anderen Seite des Netzes war es Außenangreifer Moritz Karlitzek, der mit seinen Aufschlägen Stefan Falter bei 9:9 zur Auszeit zwang. Dann setzte sich Düren ab. Die Außenangreifer Romans Sauss und Dirk Westphal, Mittelblocker Tim Broshog und Prolingheuer ließen sich im Angriff und Block nicht stoppen.

Die Geschichte des zweiten Satzes ist – eigentlich – schnell erzählt: Düren konnte das Niveau nicht halten. Mittelblocker Michael Andrei: „Ein typischer Fall von Spannungsabfall. Und die Gäste steigerten sich.“ Sie waren sauer. Sie waren nun in allen Elementen überlegen, stellten Düren immer wieder vor unlösbare Probleme. Und so führten sie 22:12. Der Satz war vorentschieden. Eigentlich: Michael Andrei schritt zum Aufschlag. Plötzlich wankte Rhein-Main unter dem Druck seiner Bälle, Trainer Michael Warm musste eine Auszeit nehmen. Dennoch kam Düren auf 18:22 heran. Es reichte aber nicht mehr, um den Satz zu drehen.

Ohne zehnminütige Pause ging es in den dritten Abschnitt. Düren kam wieder. Stefan Falter: „Im zweiten Satz haben wir wie ein Boxer viele Schläge auf den Leib oder ins Gesicht bekommen. Wir wankten, wir sind aber nicht gefallen. Und haben dann wie ein Boxer zurückgeschlagen.“ Romans Sauss beispielsweise. Der Außengreifer hatte mit seinen Aufschlägen – zwei Asse unter anderem – maßgeblich Anteil an der 8:2-Führung. Zur zweiten Technischen Auszeit lag Düren 16:8 vorne. Die Gastgeber freuten sich nicht nur über die eigene zurückgewonnene Stärke, sondern auch über so manchen Aufschlagfehler der Gäste. Ein solcher beendete auch den zweiten Satz: 25:18 für Düren.

Nur noch ein Satz fehlte zum ersten Sieg der SWD Powervolleys über die Gäste. Und dieser Satz entwickelte sich zum Krimi mit gellendem Pfeifkonzert. Mit 10:9 gingen die Hausherren nach 5:8-Rückstand erstmals in Führung. Beim Stand von 14:12 gelang Dürens Zuspieler Stijn d‘Hulst ein spektakulärer Block. Dürens Fans waren aus dem Häuschen. 21:18 führten die Gastgeber, als der Schiedsrichter einen Punkt für Düren nach Protesten der Frankfurter zurücknahm und den Gästen einen weiteren Aufschlag zugestand.

Die kamen unter dem gellenden Pfeifkonzert der Zuschauer auf 20:21 heran. Dürens Fans feuerten ihr Team noch frenetischer an, pfiffen die Gäste bei jedem Aufschlag aus. Das zeigte Wirkung. Stijn d‘Hulst ging bei seinem Aufschlag volles Risiko. Der Ball wäre ins Aus gegangen, ein Frankfurter hatte das Spielgerät aber noch berührt. Es folgte kollektiver Jubel der Fans und Spieler aus dem Rheinland.

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