Powervolley-Sieg: „Haben sie als Mannschaft geschlagen“

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
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Foto: Guido Jansen

Düren. Des Trainers Aussage nach dem Spiel stimmte. Und sie stimmte auch wieder nicht. „Wir haben sie als Mannschaft geschlagen“, sagte Anton Brams, der Trainer des Volleyball-Bundesligisten SWD Powervolleys Düren. Gerade hatte sein Team die SVG Lüneburg in vier Sätzen mit vielen spektakulären Abwehraktionen und Angriffen niedergerungen.

Vor 1400 Zuschauern in der heimischen Arena gewann Düren mit 3:1 (25:22, 20:25, 25:18, 25:23). Es war ein richtungsweisender Sieg gegen den ärgsten Konkurrenten im Rennen um Platz vier, den Platz, der im Playoff-Viertelfinale gegen den Fünften in einem möglichen dritten Entscheidungsspiel Heimrecht garantiert. Wie wichtig dieses Heimrecht für die Powervolleys sein kann, zeigt diese Saison. Zu Beginn der Spielzeit ging Düren in Lüneburg sang- und klanglos unter. Jetzt zeigte Brams Team einmal mehr, wie gut es sich entwickelt hat.

Kompakte Lünebürger

Die Powervolleys haben eine Mannschaft geschlagen, die sinnbildlich steht für das geschlossene Auftreten als Einheit. Die vom Ex-Dürener Stefan Hübner trainierte SVG spielte kompakter als die Hausherren. Keiner von Hübners Mannen ragte heraus, als Mannschaft war der Gast aus dem Norden im Aufschlag effektiver und produzierte beim Verarbeiten der gegnerischen Aufschläge weniger Fehler. So gesehen kann man Brams Aussage vom Mannschaftserfolg infrage stellen. Vor allem, weil es immer wieder Einzelleistungen waren, die die Powervolleys auf die Siegesstraße brachten.

Im dritten Satz beispielsweise: 11:6 hatte Düren schon geführt, bevor das Lüneburger Kollektiv begonnen hatte, den Vorsprung mit ungemein effektiven Aufschlägen anzuknabbern und schließlich zum 17:17 ausglich. Danach hämmerte Dürens kanadischer Blocker Rudy Verhoeff zuerst einen verunglückten Ball der SVG zurück in des Gegners Feld, dann blockte er zum 20:17.

Im vierten Satz spielte Düren wie befreit auf. Außenangreifer Jan-Philipps Marks flog bei einer Abwehraktion über die Werbebande. Düren bejubelte sogar den Punkt, weil der andere Außenangreifer Matthias Pompe spektakulär blockte.

Wacklige Annahme kompensiert

Als Pompe direkt danach seinen siebten Blockpunkt folgen ließ und Marks Momente später einen wuchtigen Gegenangriff im Lüneburger Feld unter brachte, führten die Powervolleys 14:7. Lüneburg aber blieb ruhig und wäre damit beinahe erfolgreich gewesen, wenn Marks nicht auch den Ball zum 25:23 und damit zum Sieg verwandelt hätte.

Neben Verhoeff, Pompe und Marks stark: Dürens chinesischer Spielmacher Shibo Yu, der es im Spielaufbau verstand, die unter dem hohen Druck der Lüneburger Aufschläge teilweise wacklige Dürener Annahme mit seinen Pässen zu kompensieren. „Wir hatten in den entscheidenden Situationen immer einen Spieler, der für uns den Unterschied gemacht hat. Und das war fast immer ein anderer“, sagte Brams. „Also kann man sehr wohl von einem Erfolg der Mannschaft reden“, schob Dürens Trainer mit einem Lächeln auf Lippen hinterher.

Am Mittwoch muss Düren gewinnen, wenn es Platz vier festigen will. Um 19.30 Uhr treten die Powervolleys beim Tabellenletzten CV Mitteldeutschland an.

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