Aachen - Philipp Weishaupt: Ein Anruf erfreut den „Nachrücker“

Philipp Weishaupt: Ein Anruf erfreut den „Nachrücker“

Von: ust
Letzte Aktualisierung:
8166578.jpg
Guter Auftakt: Philipp Weishaupt springt mit Calado in der ersten Prüfung gleich auf Platz Fünf. Foto: Thomas Rubel

Aachen. Dass seine Chancen als Erster auf der Reserveliste nicht schlecht stehen würden, doch noch ein Ticket für Aachen zu ergattern, war dem 28-Jährigen klar. Dennoch hatte Philipp Weishaupt, dessen Top-Pferd Monte Bellini derzeit verletzt ist, in Ermangelung eines Anrufs irgendwann seine eigenen Pläne gemacht.

So plante er eine Reise nach Portugal, um seine Pferde dort auf einem Turnier vorzustellen. Doch vergangenen Montag, eine gute Woche vor dem CHIO, kam der Anruf. Also lud der Reiter Chico, seinen Kandidaten für die größeren Springen, kurzfristig wieder vom Lkw, um ihn für Aachen zu schonen.

Der Luxus

Weishaupt ist seit zwölf Jahren Bereiter im Stall von Ludger Beerbaum. Er genießt den Luxus, den nicht viele Bereiter haben: Er kann sich voll und ganz auf den Sport konzentrieren. „Damit lässt sich momentan auch ganz gut Geld verdienen“, unterstreicht der junge Mann, der bereits 2009 Deutscher Meister und 2012 Vierter im Weltcupfinale wurde. Klar, dass so ein ambitionierter Sportler eine Europameisterschaft im eigenen Land, noch dazu in Aachen, großartig findet. Wenn bis 2015 sein Top-Pferd wieder fit ist...

Beim CHIO ist es sein primäres Ziel, sich mit Chico für den Großen Preis zu qualifizieren. „Chico ist neunjährig, hat eine große Galoppade. Der fühlt sich auf dem Platz wohl, ich hatte ihn vergangenes Jahr in der Youngsters Tour hier am Start.“ Schon am ersten Tag landete er mit Calado auf dem fünften Platz und stellt außerdem Cordess, der die Aachener Atmosphäre kennenlernen soll, in den Youngsters-Prüfungen vor.

Dem deutschen Team drückt Philipp Weishaupt natürlich die Daumen. „Vier erfahrene Männer und mit Katrin Eckermann eine ganz junge Frau, für sie ist das super. Sie hat ein tolles Pferd, ihr wünsche ich wirklich alles Gute.“ Auf dem Papier also hat Deutschland am Donnerstag beim Nationenpreis eine starke Equipe, doch die Weltspitze ist eng zusammengerückt, insofern will sich der gebürtige Augsburger nicht festlegen: „Heute können viele gewinnen.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert