Aachen - Nun hat Kurhaus es wieder selbst in der Hand

Nun hat Kurhaus es wieder selbst in der Hand

Von: Max Eckstein
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Ein „Super-Typ”, der bestens
Ein „Super-Typ”, der bestens in die Kurhaus-Mannschaft passt: Mathias Bachinger gewann sein Einzel und das Doppel. Foto: Kurt Bauer

Aachen. Es geht also doch noch! Nach der schockierenden 2:4-Niederlage im ersten Heimspiel gegen Rot-Weiß Erfurt, hat der Deutsche Tennis-Mannschaftsmeister TK Kurhaus Aachen seit Freitabend die Titelverteidigung wieder selbst in der Hand.

Während nämlich das Lambertz-Team vor gut 600 Zuschauern mit 5:1 gegen Blau-Weiß Krefeld den eingeplanten Sieg einfuhr, gab sich der Bezwinger aus Thüringens Landeshauptstadt eine unerwartete Blöße bei Wacker Burghausen und verlor mit 2:4.

Die Aachener sind nach diesen Resultaten jetzt alleinige Tabellenzweite und haben nur noch Blau-Weiß Halle vor sich. Somit kann es am letzten Spieltag (12. August) im Kurpark ein echtes Finale geben, wenn sich diese Konkurrenten zum direkten Vergleich treffen. Bedingung ist allerdings, dass beide Mannschaften ihre vorher noch anstehenden drei Partien für sich entscheiden.

Maßgeblich am Sieg gegen das durch einen Argentinier ergänzte Italien-Trio aus Krefeld hatten Debütant Matthias Bachinger und der inzwischen längst „eingemeindete” Kölner Dominik Meffert. Sie gewannen vor der großen Regenunterbrechung - der letzte Ballwechsel überhaupt war erst kurz vor 22 Uhr beendet - ihre Einzel und später auch gemeinsam ihr Doppel. Der 25-jährige Bayer absolvierte den ersten Einsatz für das neue Team und versuchte erst gar nicht, seine diebische Freude zu verhehlen.

„Ich hatte einen sehr guten Tag und vor diesem tollen Publikum viel Spaß. Wenn das der Fall ist, spiele ich am besten”, strahlte der 25-Jährige, der mit Etuf Essen schon einmal Bundesliga-Erfahrung sammelte. „Zugegebenermaßen war ich vorher etwas nervös. Es ist ja auch eine große Ehre für den amtierenden Meister zu spielen.” Und das tat der geborene Münchner, indem er seine Stärken deutlich machte: Athletik, Aufschlag sowie das Serve-und-Volley-Spiel. „Und für meine Körpergröße kann ich mich auch einigermaßen gut bewegen”, schmunzelte der 1,88-Meter-Mann.

Noch satte zehn Zentimeter mehr misst Dominik Meffert, der mit der bei ihm üblichen Selbstkritik sein Spiel analysierte. „Im ersten Satz habe ich fehlerfrei agiert. Wenn man aber dann auch nur um fünf Prozent nachlässt, nutzt der Gegner das gerne aus”, kannte der 31-Jährige den Grund dafür, dass es noch eng geworden war. „Ich bin aber froh, die Geschichte noch so konzentriert über die Bühne gebracht zu haben.”

Allen Grund zur Zufriedenheit hatte auch Alexander Legsding. „Das war ein unheimlich wichtiger Tag”, bilanzierte Aachens Teamchef. „Besonders glücklich sind wir darüber, dass es jetzt alleine an uns ist, zum vierten Mal Meister zu werden. Unsere Marschroute ist ganz klar: Wir müssen alle vier Spiele gewinnen!” In der gestrigen Begegnung hatte Alexander Legsding eine starke Mannschaftsleistung ausgemacht, was gegen die ungewöhnlich gut besetzten Krefelder auch erforderlich war.

Eine Sonderlob verdiente sich neben Dominik Meffert, den „wir inzwischen durchaus als Urgestein bezeichnen dürfen”, Neuling Matthias Bachinger. „Er ist ein Super-Typ und passt bestens in unsere Mannschaft”, freute sich der Teamchef. „Er hat ein tolles Einzel abgeliefert und auch im Doppel überzeugt.”
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