Aachen - Nürnberg ist bei Kurhaus ohne Chance

Nürnberg ist bei Kurhaus ohne Chance

Von: Wilhelm Peters
Letzte Aktualisierung:
Rückte für Matthias Bachinge
Rückte für Matthias Bachinger ins Kurhaus-Team und zeigte eine blitzsaubere Leistung: Daniel Brands bezwang Nürnbergs Alexander Flock in zwei Sätzen. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Welch ein Auftakt! Titelverteidiger Kurhaus Aachen hat am ersten Spieltag der Tennis-Bundesliga beeindruckend unterstrichen, dass das Lambertz-Team erneut Deutscher Meister werden will. Es wäre nach 2008, 2009 und 2011 der vierte Titel für den Klub mit der schmucken Anlage im Aachener Kurpark.

Mit 5:1 bezwang die Mannschaft von Trainer Carsten Arriens am Sonntag den 1. FC Nürnberg - ohne ihre in Wimbledon noch aktiven Nummern eins und zwei, Florian Mayer und Philipp Kohlschreiber.

Der Sieg stand vor gut 800 Zuschauern bereits nach den vier Einzeln fest, so dass sich Arriens schon da ganz entspannt gab: „Es macht richtig Spaß hier in Aachen. Das sind alle echt gute Jungs, immer hundert Prozent bei der Sache, spielen am Limit. Auch dann noch, wenn es schon um nichts mehr geht.” Diese Aussage belegten Michal Mertinak und Cedrik-Marcel Stebe im letzten Doppel dieses sonnigen Nachmittags. Der Kurhaus-Sieg war längst in trockenen Tüchern, eine Trainingseinheit hätte man erwarten können. Nein, das Gegenteil war der Fall.

Aachens Doppel verlor zwar das hochklassige Match gegen Jan Mertl/Alexander Flock, gab aber alles. Nicht mal in jenem Augenblick, als es 2:9 im entscheidenden Champions-Tiebreak, dem einzigen des Tages, zurücklag, mochtedas Kurhaus-Duo das Spiel verloren geben, holte Punkt um Punkt bis zum 7:9 auf, um dann doch den Kürzeren zu ziehen.

Lobende Worte fand Arriens für alle seine Akteure. Nachvollziehbar. Man spürte, man sah, dass sie nicht nur mit Routine, sondern mit Spielfreude ihre Jobs erledigen. Daniel Brands zum Beispiel. Er hatte neben dem parallel spielenden Dominik Meffert die sicher nicht leichte Aufgabe, das erste Match der neuen Saison zu bestreiten.

Aachens Nummer acht rückte kurzfristig ins Team, ersetzte Matthias Bachinger, der nach seinem Wimbledon-Auftritt nicht 100-prozentig fit war. Arriens: „Wenn Brands gebraucht wird, ist er immer zu 100 Prozent da.” Die Nummer 102 der Weltrangliste ließ Alexander Flock beim 6:1, 6:3 nicht den Hauch einer Chance.

Die Ergebnisse: Brands - Flock 6:1, 6:3; Meffert - Uhlig 7:6 (9:7), 6:1; Stebe - Mertl 6:2, 6:4; Greul - Kindlmann 6:2, 6:2; Greul/Meffert - Kindlmann/Uhlig 6:2, 6:1; Mertinak/Stebe - Mertl/Flock 6:4, 4:6, 7:10
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