NRW-Preis: Ahlmann kämpft um den Sonntag

Von: bsc
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Christian Ahlmann mit Codex One am Mittwoch beim Preis von Europa. Foto: Uwe Anspach

Aachen. Es gibt etliches abzuräumen beim NRW-Preis. Nicht nur an Hindernissen, sondern auch an Preisgeld. Mit 90.000 Euro ist das Springen am Freitag dotiert, dazu kommt noch mal eine Extra-Prämie über 40.000. „Das ist mehr als etwa beim Preis von Europa“ (76.000), sagt Christian Wiegand, Assistent des Parcourschefs Frank Rothenberger. Das hat Folgen für den Parcoursaufbau.

„Deshalb ist das Springen auch schwerer.“ Aber das ist nicht weiter überraschend. „Hier gibt es nur gute Pferde, deshalb muss es auch schwer sein“, erklärt Wiegand. Eine Klippe könnte das siebte Hindernis werden. „Ein überbautes Wasser – das ist schon ein imposantes Bauwerk.“

Die Einschätzung teilt auch Christian Ahlmann. „Der Sprung ist schwierig, zumal er aus einer unfreundlichen – aber nicht unfairen – Wendung heraus angeritten werden muss“, sagt der 39-Jährige. Schwierig auch für seinen jungen Hengst Cornado II, den er am Freitag sattelt. Für Ahlmann geht es dabei nicht nur ums Preisgeld. Der Marler, der am Donnerstag nicht zur deutschen Equipe beim Nationenpreis gehörte, muss sich noch für den Großen Preis am Sonntag qualifizieren.

Mit dem sechsten Platz beim Preis von Europa sammelte er bereits kräftig Punkte. Am Freitag ist die zweite und letzte Möglichkeit, um beim großen Abschlussspringen dabei zu sein. Am Mittwoch vertraute er auf Codex One, auf den er auch beim Großen Preis setzen würde. Im NRW-Preis aber sattelt er Cornado II. „Er ist noch jung, aber sehr gut“, lobt Ahlmann den neunjährigen Hengst. Sein Spitzenpferd Taloubet Z wird nach einer Ellbogen-OP dieses Jahr nicht mehr zum Einsatz kommen. „Ich gebe ihm alle Zeit der Welt, sich zu erholen.“

Die Qualifikation zwingt Ahlmann zum Taktieren. „Ich möchte, dass Codex, wenn es klappt, am Sonntag auch die Frische hat“, erklärt der Marler. Eine Entscheidung, die nicht von langer Hand vorbereitet war. „Das entscheide ich von Tag zu Tag, je nachdem, wie sich die Pferde anfühlen. Und bei Cornado II hatte ich am ersten Tag ein gutes Gefühl.“

Das muss der junge Cornet-Obolensky-Sohn auch am seltenen Trockengraben, dem vierten Hindernis, beweisen. „Da könnten die Pferde überrascht sein und die Konzentration auf die Stangen verlieren.“

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