Düren - Nicolai Kracht: „Haben nichts zu verlieren”

Nicolai Kracht: „Haben nichts zu verlieren”

Von: sis
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Steht sicher in der Annahme: Nicolai Kracht will auch im Meisterschaftsspiel beim VfB Friedrichshafen gut annehmen. Foto: Sistemich

Düren. Unbekümmert packt er die nächste Herausforderung an: „Natürlich ist der VfB Friedrichshafen der große Favorit, aber wir haben keinen Druck und können befreit aufspielen”, sagt Nicolai Kracht.

Der 20-jährige Annahmespieler und Außenangreifer sieht der Auswärtspartie am Samstag beim Rekordmeister gelassen entgegen: „Wir haben schließlich nichts zu verlieren”, meint er und verweist auf den jüngsten Auftritt des VfB in der Champions-League: 3:0 fegte die Mannschaft von Stelian Moculescu den griechischen Vizemeister Panathinaikos Athen am Mittwoch aus der Halle. 4000 Zuschauer waren begeistert.

Doch das stört Kracht nicht. Schließlich war er vor kurzem in einer Situation, in der auch er nichts zu verlieren hatte. Warum? Von seinem neunten Lebensjahr spielte er bis vor zweieinhalb Jahren in Münster, maximal in der Landesliga. Dann wechselte er zum Volleyball-Internat Frankfurt, wurde zu Beginn dieser Spielzeit von Evivo verpflichtet. Im Regionalliga-Team sollte er Spielpraxis sammeln, wenige Einsatzzeiten bekam er in der Bundesliga gegen Königs Wusterhausen, Wuppertal und Bottrop.

Dann stand das Pokalviertelfinale an. Nach dem ersten Satz musste er für Rene Reinaerts einspringen, dessen Sprunggelenksprobleme sich als Ermüdungsbruch herausstellten. Kracht meisterte seine Sache gut, ließ sich auch im Halbfinale gegen Friedrichshafen nicht aus der Spur bringen: „Die große Kulisse hat mir enorm geholfen.” Gegen Rottenburg schonte Trainer Sven Anton Kracht zunächst, weil der an einem Infekt laboriert hatte. Doch musste Anton ihn einwechseln, um die Annahme zu stabilisieren. Bescheiden sagt Kracht: „Ich muss keine große Verantwortung übernehmen. Ich muss nur versuchen, gut anzunehmen, gut im Block zu stehen und ab und zu mal anzugreifen.” Er weiß: Seine Teamkollegen helfen ihm. Und auch das sorgt für seine Unbekümmertheit.

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