Neues Westwacht-Team gilt es zu formen

Von: Wilhelm Peters
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Die „neue Westwacht“ mit Trainer Dieter Busch (hinten von links), Jens Wawrzyniak, Robin Thoma, Maurice Bouge, Ismail Canbay, Sebastian Weck, Michael Ziemons, Julian Schweins, Marvin Ehiogie, Jonathan Dikki sowie (vorne von links) Niyaz Ahmad, Hilmi Verbovci, Branimir Kuez, Marc Kuropka, Marcel Gajewski, Marvin Dammers, Niklas Valerius, Kayyim Mulcar. Es fehlen urlaubsbedingt Dario Mannsfeldt, Hariss Velitchkov, Nils König, Marcel Dimiz, Pascal Rother, Dirk Willik und aus der bisherigen Mannschaft Massimo Martinez-Walbert. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Richtig viel los auf dem Kunstrasenplatz an der Vaalser Straße 292: Hier hat Fußball-Landesligist Westwacht Aachen mit einer komplett neuen Mannschaft und dem ebenfalls neuen Trainer Dieter Busch die Vorbereitung auf die kommende Saison aufgenommen.

Busch begrüßte zur ersten Trainingseinheit 17 Neuzugänge, nachdem das bisherige Team auseinandergefallen ist und in alle Winde verweht wurde. Hinzu kommen noch sechs derzeit urlaubende Spieler und aus dem bisherigen Kader als einzig verbliebener Akteur Massimo Martinez-Walbert.

„Es steckt viel Potenzial in der Mannschaft“, hat Coach Dieter Busch bereits festgestellt. Die meisten Neuen kommen aus der eigenen Westwacht-Jugend, sind sozusagen hungrig auf die Luft, die in der Landesliga weht. Der erfahrene Busch, der zuletzt sieben Jahre als Jugend-Cheftrainer beim 1. FC Mönchengladbach engagiert war, ist sicher: „Wenn die Jungs nach meinen Vorgaben arbeiten, können wir die Klasse halten.“

Der Coach soll und wird auch perspektivisch eng mit der Jugendabteilung zusammenarbeiten. So stehen bereits drei weitere A-Jugendliche auf seiner Liste, „die im Kreispokal und bei der Stadtmeisterschaft in die Mannschaft rücken“. Um gut auf „die kampf- und laufstarke Landesliga“ vorbereitet zu sein, bittet Busch die Jungs bis zum Saisonbeginn viermal die Woche zum Training. „Ich möchte mit einer Mannschaft in die Spielzeit gehen, die von Anfang an dagegenhält, jeder muss kratzen und beißen“, will der Coach den Jungs beibringen, sich zu wehren und selbst Akzente zu setzen. Sollte es gut laufen, „dann können wir in der Winterpause vielleicht über andere Ziele als den Klassenerhalt reden – oder über den einen oder anderen Spieler, den wir noch als Verstärkung brauchen“.

Busch, der von Mönchengladbach nach Brachelen zieht, ist auch in der DFB-Stützpunktarbeit tätig, sagt aber: „Die Sichtung für den DFB von U 16- bis U 19-Spielern wird erst einmal auf Eis gelegt, weil die Westwacht jetzt Vorrang hat. Ich möchte im Jugendbereich einiges umstrukturieren.“

„Fertige“, wie er sagt „landesligataugliche“ Spieler, habe er vier bis fünf in seinen Reihen, alle anderen müssen herangeführt werden. Dabei setzt und hofft Busch darauf, „für jeden Mannschaftsteil einen Führungsspieler zu haben“ – zwei bis drei Häuptlinge auf dem Platz also, die die reichlich vorhandenen Jungspunde im Spiel führen, ihnen zeigen, wo es langgeht. Dabei outet sich der Coach und Inhaber des Trainer-A-Scheins als Liebhaber des schnellen Umschaltens: „Hinten die Null halten und dann in vier Spielzügen nach vorne kommen, das wollen wir hinbekommen.“

Dass es keinen schriftlichen Kontrakt mit der Westwacht gibt, kommt Busch entgegen: „Der Sportliche Leiter Horst König und ich kennen uns lange. Wir haben uns per Handschlag geeinigt. So bin ich jeden Monat kündbar, wenn man nicht zufrieden ist mit meiner Arbeit.“

Nun aber hat Busch erst einmal an einer sehr jungen Mannschaft zu feilen, die sich in der Landesliga behaupten will. Dabei blickt er nicht nur auf die Jugend der Westwacht, sondern arbeitet auch eng mit Dirk Ellenfeld, Coach der Reserve, zusammen. „Dort habe ich schon zwei, drei Leute mit Perspektive nach oben gesehen“, so Busch.

Abgänge: Patrick Diehl (Hertha Walheim), Hans Bresser (SV Breinig), Kevin Klinkenberg, Pascal Mannig (beide Bor. Freialdenhoven), Alex Maas, Sebastian Szlosarczyk, Christian Nöhlen (alle DJK FV Haaren), Dominique Salimon, Mouhaini Miri (beide Belgien), Othmann Hajo (pausiert wegen Kreuzbandriss), Yannik Feldmann, Felix Jacobs, Niklas Becker, Kevin Korkmaz, Martin Lehr, Tobias Kirschall, Christoph Meyer, Diego Simons, Smith Ametowu (Ziele unbekannt).

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