Neues Programm im 14. Jahr als BMW-Werkspilot

Von: Klaus Schmidt
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Hückelhoven. Nach dem Saisonfinale in Macao Ende November hat er erst mal mit Freundin neun Tage Urlaub in Thailand gemacht. Auch dieses Jahr in der Tourenwagen-Weltmeisterschaft (WTCC) war für Jörg Müller nicht so gelaufen, wie sich der Hückelhovener das vorgestellt hatte.

Rang sechs in der Endabrechnung, nur einen Platz besser als in der Saison davor, satte 51 Punkte Rückstand auf Titelträger Gabriele Tarquini (Seat): Der BMW-Pilot und einzige deutsche Werksfahrer im Feld, 2006 Vizeweltmeister, musste seinen Traum vom Championat auch beim fünften Anlauf begraben. „Sch....” sei es gelaufen, sagt Müller gewohnt deutlich, „die Performance war gut, die Pace war da. Aber was willst du machen, wenn du ab dem dritten, vierten Rennen für den Teamkollegen fahren musst?”, den Brasilianer Augusto Farfus, der letztlich Dritter wurde.

Eine weitere Chance, sich endlich die WTCC-Krone aufzusetzen, erhält Jörg Müller nicht. Nach dem Ausstieg aus der Formel 1 reduziert BMW auch sein Engagement in der von ständigen Regelstreitereien begleiteten Welt-Serie und setzt 2010 nur noch zwei statt fünf Autos ein. Immerhin: Der Vertrag mit Müller wurde um ein weiteres Jahr verlängert, er geht in seine 14. Saison als Münchner Werkspilot, was ebenso ein Zeichen der Wertschätzung ist wie das neue Programm für den 40-Jährigen.

Auf den M3, leistungsstärker als der 320si aus der WM, war Müller schon im vergangenen Jahr „scharf”; nun ist er die Speerspitze in der weiteren Entwicklung des Wagens. „Schön, mal wieder Langstrecke zu fahren”, sagt Müller. „Außer Tourenwagen-WM und DTM gibt´s nicht viel Besseres, auch was die TV-Abdeckung betrifft.”

Schwerpunkte sind die 24 Stunden am Nürburgring und in Spa-Francorchamps, BMW hat dafür zur allgemeinen Überraschung Piloten wie Uwe Alzen und Dirk Adorf mit Werksfahrer-Verträgen ausgestattet. Den Roll-out in Ismaning fuhr Jörg Müller, in Jerez wird weiter getestet, die Saison beginnt mit den 12 Stunden von Sebring/USA. Weitere Starts sind in der Langstrecken-Meisterschaft am „Ring” geplant und in der europäischen Le-Mans-Serie (LMS) - darüber schwebt die Idee, zum 24-Stunden-Rennen von Le Mans zurückzukehren.

„Das wird keine durchgehende Saison”, Jörg Müller spricht von „einem Übergangsjahr, in dem wir sehen wollen, wo wir mit dem M3 stehen”. Egal, welches Programm die Marke auch auflege - „zu meckern gibt es immer was”. Aber wenn er es recht bedenkt, „bin ich echt zufrieden”.
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