Nach dem Sturz der Triumph

Von: sch
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Spektakel: Der Tank & Rast - Jump&Drive-Preis ist jedes Jahr ein großer Spaß für Reiter, Gespannfahrer – und Zuschauer. Foto: Thomas Rubel
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Und dann lächelt sie wieder: Katrin Eckermann auf der Ehrenrunde. Foto: Wolfgang Birkenstock

Am Abend zuvor hatte dem Publikum noch der Atem gestockt, als Katrin Eckermann im Nationenpreis am Wassergraben gestürzt war.

Am Tag danach setzte die 24-Jährige das sportliche Glanzlicht im Springstadion. Auf dem 13-jährigen Wallach Carlson gewann die Amazone aus Münster den mit insgesamt 90.000 Euro dotierten Preis von Nordrhein-Westfalen und ritt damit 25.000 Euro Siegprämie ein. Im Stechen, das 14 von 53 gestarteten Paaren erreicht hatten, legte Eckermann in fehlerlosen 45,11 Sekunden gleich eine Zeit hin, die von niemandem mehr unterboten wurde. Am nächsten kam noch der Brasilianer Doda de Miranda auf Ad Nouvelle Europe Z (46,14), dahinter landete der Deutsche Meister Daniel Deußer auf First Class (47,44).

„Den Sturz hatte ich heute Morgen vergessen“, sagte Katrin Eckermann nach ihrem Triumph – zumindest hatte sie ihn erfolgreich verdrängt. „Ich war halt die Erste im Stechen, da habe ich alles gegeben und gewonnen.“ Der Wettbewerb war nicht nur wegen der drückenden Hitze im Kessel der Soers höchst anspruchsvoll. Lange Zeit sah es danach aus, dass die Amazonen am besten mit den Aufgaben klarkommen würden, bis sich de Miranda als erster Herr der Schöpfung für das Stechen qualifizierte.

Für Ludger Beerbaum endete der Traum von der erfolgreichen „Titelverteidigung“ im NRW-Preis mit Chaman schon im ersten Umlauf ausgangs der dreifachen Kombination. Am Zeitlimit scheiterten u.a. Marco Kutscher auf Liberty Son und Meredith Michaels-Beerbaum, die ihren erst neunjährigen Fibonacci dennoch strahlend und streichelnd aus dem Parcours führte. Im Gegensatz zum Belgier Olivier Philippaerts, der den Ungehorsam von Zilverstar am überbauten Wassergraben mit der Gerte beantwortete und Pfiffe aus dem Publikum erntete.

Ein Zeitspringen und ein Spektakel

Die Zeitspringprüfung um den NetAachen-Preis entschied der Franzose Julien Epaillard auf Pigmalion du Rozel für sich (62,57 Sekunden), dahinter landeten Hans-Dieter Dreher (Quiwi Dream/ 63,14) und Philippaerts (Carlito/63,63).

Für Begeisterung auf den Rängen sorgte wieder das Spektakel um den Preis der Tank&Rast - Jump& Drive. Die kombinierte Spring- und Fahrprüfung, bei der der Springreiter nach seinem Ritt auf die Kutsche springt und mitfährt, endete mit einem „Heimsieg“ durch Christian Kukuk auf Synderella und Christoph Sandmann mit seinem Vierspänner.

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