Michael Greis: „Muss sich etwas ändern”

Von: dpa
Letzte Aktualisierung:
Vancouver 2010 - Biathlon Michael Greis
Michael Greis. Foto: dpa

Whistler. Mit Platz fünf in der Biathlon-Staffel erlebte Michael Greis zum Abschluss der Olympischen Winterspiele eine weitere Enttäuschung. Nach dem letzten Rennen im Whistler Olympic Park sprach der dreimalige Olympiasieger von Turin über seine persönliche Bilanz und die bevorstehenden Weichenstellungen im Verband.

Grundsätzlich waren das nicht Ihre Winterspiele. Wie fällt ihr Fazit aus?

Greis: „Klar habe ich keine Medaille geholt, was mein Ziel und sicherlich auch möglich war. Das ist traurig und von daher ist es nicht erfolgreich gelaufen. Aber trotzdem habe ich hier ganz gute Rennen gemacht, halt nur nicht zum richtigen Zeitpunkt. Ich habe schon vorher gesagt, dass das Feld hier sehr eng zusammen ist und dass alles passen muss. Und bei mir hat es halt nicht im richtigen Moment gepasst.”

Was muss sich in der Zukunft ändern, damit neben den Frauen auch die Männer im Biathlon wieder erfolgreich sind?

Greis: „Ich habe ja schon vor zwei Jahren gesagt, dass sich etwas ändern muss. Es hat sich auch etwas getan und mit dem Frank Ullrich hat bis zum Schluss alles gepasst. Aber gleichzeitig muss man sagen, dass die Konkurrenz nicht schläft und gerade im Herren-Bereich unglaublich angezogen hat. Wir sind sicher auf dem richtigen Weg, aber wir müssen schauen, dass wir das ganze Potenzial rausholen. Ich wollte im Vorfeld erreichen, dass wir mit Selbstvertrauen und einem guten Team-Spirit hier hinfahren. Das haben wir versucht, aber das haben wir nicht ganz so gut hingekriegt. Wenn man hier mit der Einstellung reingeht und sagt, ja das passt schon, dann ist das halt ein bisschen wenig. Man muss hier heiß sein, man muss hier brennen, man muss hier Leidenschaft zeigen und genau an dem müssen wir arbeiten.”

In Zukunft sollen Mark Kirchner und Fritz Fischer für die Männer verantwortlich sein. Ist das eine gute Lösung?

Greis: „Das sind so Sachen, wo ich mich überhaupt nicht einmische und mit beschäftige, weil es sonst am Ende wieder heißt, der Greis regt sich auf, der Greis will dies, der Greis will das. Und wenn es nicht funktioniert, dann lastet wieder alles auf meinem Rücken. Das habe ich schon gemerkt, als ich vor zwei Jahren etwas gesagt habe. Da kommt dann nur das Gegenteil bei raus.”

Aber eine Zusammenarbeit mit Kirchner und Fischer könnten Sie sich vorstellen?

Greis: „Ich hätte meinen Heimtrainer Fritz Fischer schon gerne vor Olympia mit eingebunden, weil ich die letzten Wochen und Monate gemerkt habe, dass er mir gut tut, dass ich da was rausziehen kann. Von daher wäre das eine gute Lösung.”

Die Homepage wurde aktualisiert