Mertens punktet für Aufsteiger Blau-Weiss

Von: Wilhelm Peters
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Holte in Gladbach mit einer überzeugenden Vorstellung den einzigen Matchpunkt für Blau-Weiss: Yannick Mertens. Foto: Andreas Steindl

Mönchengladbach/Aachen. Die Lage nun als ernst einzuschätzen – Unsinn. Das 1:5 von Aufsteiger Blau-Weiss Aachen beim bislang alle Gegner dominierenden Tabellenführer Gladbacher HTC kam wenig überraschend. Und es kam noch weniger so deutlich daher, wie es dieses Ergebnis vermuten lässt.

Alex Jakubec, der Coach des Teams vom Luxemburger Ring, fand denn auch trotz der Niederlage nur wenige Ansatzpunkte zur Kritik. Vielmehr stellte er nach der Begegnung mit teils sehr engen Matches und einem ganz starken Auftritt von Yannick Mertens fest: „Glückwunsch den Gladbachern, aber unsere Jungs haben sich hier super verkauft.“

Und noch eine Erkenntnis nahm der Coach mit zurück nach Aachen: „Ich sehe von Spieltag zu Spieltag immer mehr, unabhängig von einem Sieg oder einer Niederlage, dass wir konkurrenzfähig sind.“ Will heißen: Das Ziel, den Klassenerhalt als Liga-Neuling in die Tat umzusetzen, kann sicher gelingen.

Doppel vergibt zwei Matchbälle

3:1 führten die Gastgeber nach den Einzeln, Aachen schnupperte damit zumindest noch am Unentschieden. Und Doppel Nummer 2, Yannik Reuter/Germaine Gigounon, verpasste einen zweiten Sieg der Gäste nur hauchdünn, weil ihre Gegner Daniel Gimeno-Traver/Andrea Arnaboldi im Champions Tiebreak beim Stande von von 9:8 und 10:9 zwei Matchbälle abwehrten, die „Verlängerung“ dann noch drehten und mit 14:12 für sich entschieden.

Das Match des Tages lieferten sich die beiden topgesetzten Aleksandr Nedovyesov und Aachens Yannick Mertens. Der hatte einige Zeit an seiner 0:6, 1:6-Niederlage im Derby bei Kurhaus Aachen Anfang Juli gegen Gastao Elias zu knabbern. „Da war er doch ziemlich niedergeschlagen“, sagte Jakubec. Am Sonntag nun, bei seinem zweiten Saisoneinsatz für Blau-Weiss, diesmal an Nummer 1, zeigte er gegen den Kasachen „eine riesige Vorstellung“, wie der Trainer es formulierte. Mit präzisen, zuweilen extrem langen und flachen Bällen machte er Druck. Und mit Geduld. So zwang er Nedovyesov zu Fehlern, die der dann auch ein ums andere Mal machte. „Yannick hat auch super returniert“, lobte Jakubec und sah vor allem darin den Grund für den nicht zu erwartenden Matchpunkt.

Weniger gut lief es im Doppel für Mertens, der an der Seite von Sander Gille aufschlug. In diesem Match aber blieben die Aachener beim 1:6, 3:6 gegen Nedovyesov/Marcin Gawron auch aufgrund einiger Abstimmungsprobleme hinter ihren Möglichkeiten, erwischten schön einen schlechten Start, rannten einem frühen Break hinterher, das sie aber nicht kontern konnten. Ein schnelles Ende war absehbar und kam dann auch.

Gladbach - BW Aachen 5:1: Nedovyesov - Mertens 4:6, 4:6; Gimeno-Traver - Reuter 6:4, 6:3; Arnaboldi - Gigounon 7:6 (7:5), 6:1; Majchrzak - M. Dierckx 6:2, 6:1; Nedovyesov/Marcin Gawron - Mertens/Sander Gille 6:1, 6:3; Gimeno-Traver/Arnaboldi - Reuter/Gigounon 6:2, 1:6, 14:12

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