Meilenstein für Nowitzki: Dallas Defensivrekord

Von: Florian Lütticke, dpa
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Dallas/Berlin. Selbst mit Dirk Nowitzki im Energiesparmodus sind die Dallas Mavericks derzeit nicht zu stoppen. Einen Tag nachdem Deutschlands Sportler des Jahres mit Kurzarbeit den nächsten Meilenstein seiner ruhmreichen Karriere erreichte, schafften die Texaner beim fünften Sieg in Serie einen Defensivrekord.

Mit 99:60 deklassierte der Meister am Samstag (Ortszeit) die Sacramento Kings und kassierte die wenigsten Punkte der Vereinsgeschichte.

Zuvor hatte Nowitzki mit einem simplen Freiwurf beim 102:76-Erfolg über die Milwaukee Bucks am Freitag erst als 23. Basketball-Profi der NBA-Historie seinen 23 000. Zähler erzielt. Unter den aktiven Spielern kommen nur Kobe Bryant und Kevin Garnett auf eine größere Ausbeute. „Meilensteine werden großartig sein, wenn ich in zehn oder 15 Jahren auf meine Karriere zurückblicke”, meinte Nowitzki, „aber im Moment versuche ich meinem Team zu helfen, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen.”

Das klappt nach einem holprigen Saisonstart des Meisters mit drei Niederlagen immer besser - die Mavericks schoben sich mit einer Bilanz von 8:5 auf den siebten Platz im Westen. Dank der überlegenen Vorstellung gegen die Kings durfte sich Nowitzki, der in 20 Minuten auf 14 Punkte und zwei Rebounds kam, wie am Vorabend bereits Mitte des dritten Viertels auf der Bank für die anstehenden Aufgaben ausruhen. Erfolgreichster Werfer für Dallas war erneut Jason Terry mit 21 Punkten.

Da auch die Neuzugänge Vince Carter, der zweimal nacheinander 16 Punkte auflegte, und Lamar Odom langsam die erhofften Leistungen zeigen, nähern sich die Mavs stetig ihrer Meisterform an. Vier Siege in nur fünf Tagen gelangen bislang erst viermal. „Wir stellen Energie, Defensive und Rebounds in den Vordergrund. Die Jungs geben die richtige Antwort”, lobte Coach Rick Carlisle. „Wir haben einen Aufwärtstrend, und den müssen wir fortsetzen, weil der Spielplan diese Woche härter wird.”

Von Montag an stehen binnen sechs Nächten gleich vier Auswärtspartien an, darunter zum Start des Trips die Auftritte bei beiden Teams aus Los Angeles. In der neu entflammten LA-Rivalität sicherten sich die Clippers am Samstag mit einem 102:94 über die Lakers zunächst die Vormachtstellung in der kalifornischen Metropole. Auch Kobe Bryant konnte trotz 42 Punkten - seinem vierten Spiel in Serie mit mehr als 40 Zählern - den aufstrebenden Rivalen nicht stoppen. „Wir hatten zu Beginn unsere Probleme, und es sah wirklich so aus, als hätten wir keine Chance”, klagte der fünfmalige Champion.

Nach der dritten Pleite in Serie muss auch Vizemeister Miami Heat wieder die Umkehr schaffen. Durch das 104:117 bei den Denver Nuggets ist das Starteam aus Florida (8:4) inzwischen auf den sechsten Platz in der Eastern Conference abgerutscht und muss zudem für die nächsten Partien um Guard Dwyane Wade bangen. Der Olympiasieger von 2008 knickte mit dem rechten Fuß um. „Positiv ist, dass nichts gebrochen ist”, meinte Wade. „Ich habe mir schon oft den Fuß verstaucht, aber so weh hat es zuvor noch nie getan.”
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