Dubai - Luuk de Jong drängt es in die Startformation

Luuk de Jong drängt es in die Startformation

Von: Marc Basten
Letzte Aktualisierung:
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„Ich fühle mich richtig fit“: Luuk de Jong (Mitte) kämpft in Dubai um eine Position in Mönchengladbachs erster Elf. Foto: Dieter Wiechmann

Dubai. Unter der Sonne Dubais bereitet sich Borussia Mönchengladbach in diesen Tagen auf die Rückrunde vor. Erstmals reisten die Gladbacher in die Vereinigten Arabischen Emirate, wo sie ausgezeichnete Bedingungen vorfinden. Untergebracht in einem Luxushotel, welches sich in einem imposanten Komplex mit einer 60.000 Zuschauer fassenden Pferderennbahn befindet, erleben sie den Gigantismus Dubais aus erster Hand.

Alles ist in dieser Stadt eine Nummer größer als anderswo. Das Hotel bietet allen Komfort, dazu darf die Mannschaft auf einer schmucken Anlage trainieren, die einem Scheich gehört und nicht öffentlich zugänglich ist.

Die Borussen, nach Dubai als Repräsentanten der DFL eingeladen, nehmen die Vorzüge gerne an. Doch spätestens auf dem Trainingsplatz ist es vorbei mit dem gediegenen Leben. Borussias Trainer Lucien Favre lässt seine Mannen ordentlich schwitzen. Neben Stabilisations- und Koordinationsübungen steht vor allem der Ball im Mittelpunkt. Viele Spielformen prägen das Bild, auf verengtem Feld müssen die Profis noch intensiver und schneller die hohen Ansprüche des Trainers an die fußballerischen Qualitäten erfüllen.

Da die Gladbacher bislang in der Wintertransferperiode keinen Spieler geholt haben und wohl auch nur noch dann aktiv werden, wenn Igor de Camargo einen Vereinswechsel forcieren sollte, geht es in Dubai vor allem um interne Positionsbestimmungen.

Die Basiself der letzten Wochen hat einen Vertrauensvorschuss, doch die ,,zweite Reihe“ drängt massiv nach. So ist der lange verletzte Kapitän Filip Daems wieder an Bord und trainiert bislang ohne Beschwerden mit. Oscar Wendt, der sich nach Daems Verletzung in der Startelf fest spielte, spürt den Atem des ältesten Profis im Kader in seinem Nacken.

Xhaka will Marx verdrängen

Konkurrenz bekommt auch Thorben Marx, der zuletzt im Mittelfeld erste Wahl war. Der Schweizer Nationalspieler Granit Xhaka will ihn wieder verdrängen. ,,Ich möchte mir meinen Platz zurückholen“, bestätigt der 20-Jährige. „Die Karten werden hier in Dubai neu gemischt, und ich will Gas geben und mich dem Trainer anbieten.“

In einer ähnlichen Situation befindet sich Borussias teuerster Neuzugang, Luuk de Jong. Der niederländische Stürmer fiel in der Hinrunde just in dem Moment verletzt aus, als er sich besser auf die Bundesliga eingestellt hatte. „Es ist hier schneller und körperbetonter als in Holland“, sagt der 22-Jährige. „Ich musste mich erst anpassen. Doch jetzt weiß ich, dass die Bundesliga und Gladbach für mich perfekt sind.“

Freilich muss er davon seinen Trainer Lucien Favre überzeugen, der zuletzt zwischen Mike Hanke und Igor de Camargo als vorderste Spitze wechselte. Mit Luuk de Jong kommt ein Stürmertyp hinzu, der vor allem dann seine Stärken ausspielen kann, wenn die Mannschaft dominant spielt. Etwas, das den Borussen in den letzten Wochen, obwohl die Ergebnisse passten, nicht gelang bzw. nicht gewollt war.

„Ich fühle mich richtig fit“, sagt Luuk de Jong und schielt auf einen Startelfplatz. Genauso wie Mike Hanke, der nach überstandener Grippe wieder dabei ist und sich offensiv zu seinen Ambitionen äußert. „Klar, ich will spielen“, so der Ex-Nationalspieler, über dessen Vertragsverlängerung es nach der Rückkehr aus Dubai Verhandlungen geben wird.

Es gibt also auch ohne Neuzugänge viele interessante Konstellationen. Klar ist, dass sich in Dubai niemand im verlängerten Urlaub wähnen darf. Die Konkurrenz schläft nicht, und das beflügelt die Arbeit der ganzen Mannschaft.

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