„Liga hat ein gutes Niveau mit zwei Top-Teams“

Von: rau
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Gut gelaunt und zufrieden mit dem Niveau der Bundesliga: Bundestrainer Horst Beer. Foto: Jürgen Karl

Düren. Beinahe unauffällig hatte sich Horst Beer auf der Tribüne unter die Zuschauer gemischt. Der Bundestrainer der deutschen Latein-Tänzer wollte sich in Düren noch einmal selbst ein Bild vor Ort von der Bundesliga der Lateinformationen machen.

„Die Liga hat ein gutes Niveau mit zwei Top-Teams und – im Gegensatz zu den Standardformationen – ist dahinter relativ wenig Gefälle“, war der 55-Jährige zufrieden. Beer kann es beurteilen: Nicht nur war er selbst mit Ehefrau Andrea sechsfacher Deutscher Meister und Amateurweltmeister, als Trainer führte er die Lateinformation der TSG Bremerhaven zu neun WM-, sieben EM- und 14 DM-Titeln.

„Das Ergebnis geht so in Ordnung. Bremen hat bisher alle Turniere gewonnen. Da muss schon viel passieren, um daran noch vorbeizukommen“, analysierte Beer die Platzierungen. „Auch die vermeintlich klare Wertung von Platz 1 für Bremen A und 2 für Aachen/Düsseldorf. Bei absoluten Werten ist eine Differenzierung halt nicht möglich.“ Was für das neue, bei der WM im Dezember erstmals getestete, differenzierte Wertungssystem spricht, das Beer maßgeblich mit entwickelt hat.

Es wird bei der DM im November in Bremen erstmals auch national eingesetzt. „Wenn das neue System richtig und besser als beim ersten Test auf der WM umgesetzt wird, verspreche ich mir dadurch Ergebnisse, die die Leistungen klarer widerspiegeln“, erläutert Beer. Die Top-Teams haben auf unterschiedlichen Gebieten ihre Stärke. Ist es bei Bremen etwa das Tänzerische, so ist Oliver Seefeldt mit Aachen/Düsseldorf sehr kreativ, hat viele neue Einfälle und setzt schöne Impulse in seiner Choreographie.“

Weltmeister Bremen leistete sich in der „Höhle des Löwen“ – bei Europameister Aachen/Düsseldorf – keine Blöße. „Bremen zeigte zwei sehr gute Durchgänge. Und auch die FG war über beide Runden sehr konstant. Die beiden Top-Teams stehen ohne Wenn und Aber und mit deutlichem Abstand vor dem Rest der Liga“, stellt Beer klar. „Danach wird es etwas wackeliger, auch wenn Bremen B die tolle Choreographie sauber getanzt hat. Das war solide, aber klar Platz 3.“

In Düren hat es dem Bundestrainer gut gefallen: „Ein tolles, faires Publikum, eine gute Atmosphäre und eine bestens für den Tanzsport geeignete Halle, da man nah an der Fläche sitzt und alle Choreographien auch aus der zehnten Reihe sehr gut sehen kann.“

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