Düsseldorf - Leichtathletik: Nico Beckers‘ holt trotz Verletzung den Sieg

Leichtathletik: Nico Beckers‘ holt trotz Verletzung den Sieg

Von: wol
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Verletzt durchgehalten: Nico Beckers, hier mit Trainerin Christiane Wolff. Foto: Wolfgang Birkenstock

Düsseldorf. „Erster Tag wieder mal der beste Tag, den ich je gemacht habe“, sagt Nico Beckers. 4219 Punkte sammelte der ATG-Zehnkämpfer zur Hälfte seines Wettkampfes beim Thorpe-Cup in Düsseldorf. Den zweiten Tag versuchte er nur noch irgendwie „für das Team“ zu überstehen.

Nach einer Fußverletzung, die er sich beim Weitsprung zuzog, kämpfte er sich mit „höllischen Schmerzen“ durch und trug 7343 Punkte zum Sieg des deutschen Mehrkampf-Teams bei dem traditionellen Vergleichskampf gegen die USA bei.

So war sein zweiter Auftritt im Nationaltrikot nicht der erhoffte Wettkampf. Keine persönliche Bestleistung, nicht der angestrebte Kreisrekord. Das waren die Ziele, die er sich nach dem Mehrkampf in Ratingen gesetzt hatte. „Der Knöchel hat mir einen Strich durch die Rechnung gemacht“, so Beckers. Ausgerechnet im Weitsprung, bei dem er im dritten Versuch auf 7,47 Meter flog, verletzte er sich am linken Knöchel.

Zuvor war er mit elf Sekunden über 100 Meter in den Zehnkampf eingestiegen. Dem Weitsprung folgten 14,20 Meter mit der Kugel. Im Hochsprung, wo er mit dem rechten Bein abspringt, überquerte er 2,02 Meter. „Wichtig war die zwei vor dem Komma, aber an dem Tag ging viel mehr.“ Die 400 Meter absolvierte der Bundespolizist in 48,85 Sekunden, ebenfalls persönliche Bestleistung. „Trotz Schmerzen auf den ersten 150 Metern, dann war das Adrenalin da“, sagt Beckers. Zur Halbzeit war er mit 4219 Punkten Zweitbester des Klassements.

„Ich habe nur für das Team den Zehnkampf zu Ende gebracht“, betont der Aachener. „Ich konnte in der Nacht kaum auftreten.“ Die Leistungen seien am zweiten Tag eher „miserabel“ gewesen, aber er kam durch. Für die 110 Meter Hürden benötigte er 15,38 Sekunden. Der Diskus flog auf 37,71 Meter. „Eine Katastrophe“, so Beckers. Beim Stabhochsprung springt er mit links ab. „Es tat bei jedem Sprung höllisch weh“, so Beckers. Die Anfangshöhe von 3,75 Metern packte er erst im dritten Versuch, kam danach noch bis 4,05 Meter.

Die „Katastrophe“ mit dem Diskus ließ sich an diesem Tag noch steigern – nur 40,73 Meter. Bei den abschließenden 1500 Meter habe er die „Zähne zusammengebissen“ – 4:50,18 Minuten.

Mit 7343 Punkten blieb Beckers unter seiner Bestleistung aus Ratingen (7487). Aber anders als bei seinem ersten Start bei diesem Vergleichskampf 2015 kam er diesmal als fünftbester Deutscher in die Cup-Wertung, leistete so seinen Beitrag zum Sieg des deutschen Zehnkampf-Teams.

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