Lateinformation: Europameister wird den Weg weitergehen

Von: Helga Raue
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Erfolgreich und stets gut gelaunt: Das Trainer-Trio der FG TSZ Aachen/Düsseldorf mit Cheftrainer Oliver Seefeldt (Mitte), Valentin Lusin und Rico Grein (rechts). Foto: Jürgen Karl

Aachen. Erst vor knapp vier Wochen endete die Saison. Und da in diesem Jahr keine Europameisterschaft der Lateinformationen stattfindet, durften die Aachener Tänzer eine richtige Pause einlegen.

Nach dem EM-Sieg folgten DM-Silber, Platz 2 in der Bundesliga sowie Rang 4 bei der WM. Doch getreu dem Motto „wer rastet, rostet“ geht der Europameister schon nächste Woche an die Vorbereitung der kommenden Saison.

Die beginnt zwar erst mit der Deutschen Meisterschaft Mitte November in Bremen, doch eine Choreographie einzustudieren und zu perfektionieren, dauert seine Zeit. Mit Oliver Seefeldt, Cheftrainer der FG Tanzsportzentrum Aachen/TD TSC Düsseldorf Rot-Weiß, blickt Helga Raue zurück und auf die neue Saison voraus.

Wie bewerten Sie die Erfolge der abgelaufenen Saison?

Seefeldt: Eigentlich ist sie unter dem Strich zufriedenstellend verlaufen, auch wenn wir vom Ergebnis her mehr wollten. Nach dem EM-Sieg wollten wir Weltmeister Roberto Albanese und seine Bremer angreifen. Das hat nicht geklappt, doch angesichts der starken Konkurrenz darf man sich auch über Platz 2 eigentlich sehr freuen und zufrieden sein.

Natürlich hat es nach dem letzten Turnier ein Brainstorming gegeben? Wie sieht Ihre Analyse aus?

Seefeldt: Natürlich haben wir alle Ergebnisse, alle Kritikpunkte, alles Lob genau analysiert und versucht, einen neuen Plan für die kommende Saison aufzustellen. Aus seinen Fehlern muss man schließlich lernen. Wobei es ja weniger Fehler als Kritikpunkte waren. Und verschiedene Blickwinkel: Das Publikum hat unsere Choreographie absolut geliebt und uns gefeiert. Die Wertungsrichter wollten aber teilweise andere Schwerpunkte von uns sehen. Beides muss man bei der Analyse berücksichtigen und uns natürlich auch selbst hinterfragen.

Ihre schöne Choreographie „Showstars – Rise and Shine“ war mutig und außergewöhnlich innovativ, deshalb wurde sie auch von den Zuschauern gefeiert. Was erwartet uns denn in der kommenden Saison? Etwa ein Schritt zurück?

Seefeldt: Auf gar keinen Fall, wir werden unseren Weg weitergehen und die Choreographie „Showstars – Rise and Shine“ gemeinsam weiterentwickeln. So wie wir es zwei Saisons zuvor erfolgreich mit „Persia – the new experience“ gemacht haben und für unsere Arbeit mit EM-Gold belohnt wurden. Die Planungen laufen auf Hochtouren.

Sie beginnen schon in der kommenden Woche mit der Vorbereitung. Ist das nicht sehr früh?

Seefeldt: Nein, wir werden in diesem Jahr ganz relaxt wieder ins Training einsteigen. Im April treffen wir uns ein Mal in der Woche, im Mai zwei Mal, und dann erst zieht es richtig an. Die Tänzer sollen ihre Freizeit auch einmal genießen. Die ist in den vergangenen Saisons oft recht kurz gekommen, da sonst – wie 2014 – im Mai noch eine EM anstand.

Mit dem letzten Turnier haben sich eine ganze Reihe Tänzer verabschiedet, darunter nach zehn Jahren in Aachen u. a. auch Kapitän Torben Bölk. Wie sieht es denn personell für die kommenden Saison aus?

Seefeldt: Es wird einen großen Umbruch geben – aber das ist ja nichts Ungewöhnliches. Ein Verjüngungsprozess ist normal. Immer wieder beenden langjährige Tänzer am Saisonende ihre Karriere, andere müssen wegen Studium und Beruf den Ort wechseln. Einige Tänzer, wie Torben, Eric Soeterboek, Stefan Korfmacher oder Nicole „Nico“ Rosendahl, die alle jenseits der 30 sind, haben ihre eigene Karriere beendet, bleiben dem Verein allerdings teilweise in anderer Funktion erhalten, wie beispielsweise Nico, die unser B-Team in der Regionalliga trainiert. Ein Umbruch ist auch immer eine Chance für die jungen Tänzer, die als Reserve während der Saison genauso viel trainieren wie die 16 Stammpaare, aber oft nicht zum Zug kommen. Außerdem haben wir sehr viele Anfragen von Tänzern, mit denen ich Gespräche geführt habe und noch führe.

Das A-Team tanzt hocherfolgreich international und in der Bundesliga der Lateinformationen, dagegen kann das B-Team der FG TSZ Aachen/Düsseldorf den Abstieg aus der Regionalliga, die am 19. April endet, nicht mehr verhindern

Seefeldt: Ja, das ist sehr bedauerlich. Als in der Saison zuvor unser B-Team, das in der zweiten Liga tanzte, personell auseinanderbrach, hatten wir auf Bitten des Deutschen Tanzsport-Verbandes das Düsseldorfer A-Team aus der Oberliga hochgezogen. Damit haben wir uns keinen Gefallen getan. Es war einkalkuliert, dass das junge Team aus Liga 2 absteigen würde, leider hat es nun aber auch für die Regionalliga nicht gereicht. In der kommenden Saison wird das Team in der Oberliga wieder angreifen und das ganz junge A-Team des TSZ Aachen in der Landesliga tanzen.

Sie arbeiteten in der abgelaufenen Saison in einem Trainerteam mit den „Co“ Valentin Lusin und Rico Grein, ein Ex-Tänzer des FG-Teams. Wie sieht es in der kommenden Saion aus?

Seefeldt: Valentin und Rico werden auch in der kommenden Saison mit mir und der Formation zusammenarbeiten. Aber das Trainerteam soll noch verstärkt werden. Vielleicht gibt es da ja noch eine Überraschung .

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