Aachen - Lambertz-Nationenpreis: Deutschland, wer sonst...?

Lambertz-Nationenpreis: Deutschland, wer sonst...?

Von: rau
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Freude über einen guten Ritt: Isabell Werth, am Ende mit Bella Rose Vierte. Foto: Thomas Rubel

Aachen. Deutschland – wer sonst, ist man versucht zu sagen. In „ihrem“ Wohnzimmer gaben sich die deutschen Dressurreiter keine Blöße. Und setzten damit ein klares Zeichen Richtung Weltreiterspiele: Der Sieg in der Mannschaftsprüfung führt nur über sie.

In der Besetzung Kristina Sprehe (73,96) auf Desperados, Isabell Werth (79,58) auf Bella Rose, Matthias Rath (82,30) auf Totilas und Helen Lan-gehanenberg (81,260) auf Damon Hill gewann die Equipe den Lambertz-Nationenpreis mit sensationellen 243,10 Punkten vor den Niederlanden (223,380) und überraschend Spanien (220,60), das nur mit drei Reitern am Start war.

„Das ist nicht unser stärkstes Team“, unterstrich Hans-Peter Minderhoud die niederländischen Ambitionen in Richtung WM, fügte aber sogleich hinzu: „Die Deutschen sind sehr stark.“ Und dass, obwohl sich alle ein paar Fehler leisteten und längst noch keine Bestleistungen zeigten. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

Pechvogel war die enttäuschte Kristina Sprehe, deren Desperados auf dem Abreiteplatz noch sehr gut ging, dann im Viereck angesichts der applaudierenden Zuschauer aber unkonzentriert war. So war die Deutsche Meisterin das Streichergebnis in der Mannschaft – aber auch sie kann 80 Prozent verbuchen. Nahe dran waren Werth und Bella Rose, Vierte hinter der EM-Dritten Adelinde Cornelissen (Niederlande) auf dem wiedergenesenen Parzival.

Erst auf der Schlussgerade wurde über Sieg und Niederlage – in dem Fall Platz zwei – entschieden: Damon Hill beendete den Grand Prix etwas zu früh, 1,04 Prozentpunkte weniger als Totilas erschienen auf der Anzeigetafel im Kampf um den Sieg im Preis der Familie Tesch. 2011 gewann der Hengst unter Rath schon einmal in Aachen – glänzender kann ein Comeback auf großer internationaler Bühne nicht ausfallen.

Fehlen noch die Favoriten: Valegro und Charlotte Dujardin, Olympiasieger und Europameister, unterliefen mehr Fehler als vermutlich in den letzten beiden Jahren zusammen. Magere 76,900 Prozent und Platz sechs waren die Überraschung des Tages. Aber am Samstag im Spécial werden die Karten neu gemischt.

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