„Ladies“ reiten weiter auf der Erfolgswelle

Von: Roman Sobierajski
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Die „Ladies“ feiern: (v. l.) Nicole Oude Lutiikhuis, Kirsten Knip, Nika Daalderop, Jeanine Stoeten & Co. holen gegen Münster den neunten Saisonsieg. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen/Münster. Es kommt nicht allzu häufig vor, dass die Gästeteams in der Volleyball-Bundesliga nach Spielende vom eigenen Anhang zur „Humba“ aufgefordert werden. Erst recht nicht, wenn die Begegnung mitten in der Woche ausgetragen wird. Dafür sind die Entfernungen zwischen den Spielorten einfach zu groß. Der Auftritt der „Ladies in Black“ beim einzigen NRW-Duell dürfte am Mittwochabend die große Ausnahme gewesen sein.

Der große Anteil der Aachener Fans unter den 1035 Zuschauern, der sich schon während der 80-minütigen Begegnung lautstark bemerkbar gemacht hatte, feierte seine Mannschaft, die dem USC Münster beim glatten 3:0 (25:19, 25:16, 27:25)-Erfolg klar seine Grenzen aufgezeigt und Revanche für die schlechte Hinspielleistung genommen hatte. Damit sind auch die letzten rechnerischen Zweifel beseitigt, dass Aachen in den Pre-Play-offs zuerst Heimrecht hat.

Vor allem die ersten beiden Sätze waren eine Demonstration spielerischer Überlegenheit: Die „Ladies“ leisteten sich bei den Aufschlägen deutlich weniger Eigenfehler, der Aachener Block packte bei den gegnerischen Angriffen sicher und entschlossen zu und hatte am Ende 13:4-Blockpunkte zu Buche stehen. Das ganze wurde abgerundet durch eine solide Feldabwehr und einfallsreiche Angriffsvarianten, während Münster zumeist nur zum Erfolg kam, wenn es gelang, die „Schwarze Wand“ gezielt anzuschlagen.

Baciu verwandelt zwei Satzbälle

Ein Paradebeispiel war die Endphase des ersten Satzes. Mit einem 7:2-Lauf waren die „Ladies“ auf 23:17 davongezogen. Während Jeanine Stoetens Angriff noch abgewehrt werden konnte, sorgte McKenzie Adams mit einem gefühlvollen Leger für den ersten Satzball, der noch abgewehrt werden konnte. Und während bei Satzball zwei die Versuche von Stoeten, Nika Daalderop und Diagonalangreiferin Ioana Baciu noch abgewehrt werden konnten, legte die Rumänin noch einmal nach zur Satzführung. Nicht nur für diese Aktion wurde Baciu nach dem letzten Ballwechsel als wertvollste Spielerin ausgezeichnet.

Durchgang zwei bot ein ähnliches Bild: Eine starke Aufschlagserie von Mittelblockerin Stoeten ließ den Aachener Vorsprung schnell auf 22:11 anwachsen, ein USC-Eigenfehler und ein starker Angriff von Nika Daalderop brachten die Chance, auch den zweiten Satz sicher nach Hause zu bringen. Und diesmal ließ sich Baciu nicht zweimal bitten, sondern verwandelte gleich die erste Chance zur 2:0-Satzführung.

Doch wie es so häufig passiert, wenn eine Mannschaft die ersten beiden Durchgänge überlegen nach Hause gebracht hatte, setzten dann im dritten Satz Unkonzentriertheiten und ein gewisser Schlendrian ein. So etwa bei einer Annahme von Daalderop, die im Anschluss „vergaß“, Platz zu machen, so dass Libera Kirsten Knip nden Ball nicht mehr spielen konnte.

Doch mittlerweile ist die Mannschaft erfahren genug, um sich selbst aus solchen Situationen zu befreien. Die „Ladies“ kamen bei 19:19 erstmals zum Ausgleich, mussten dann eine Zwei-Punkte-Führung wieder abgeben, gerieten erneut in Rückstand – und hatten schließlich den ersten Matchball. Der Aachener Jubel kam zu früh, der Angriff von Stoeten landete knapp im Aus. Erst der dritte Matchball konnte dann verwandelt werden – durch einen verschlagenen Angriff des USC.

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