Ladies in Black verlieren das nächste Schlüsselspiel

Von: eck
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Karine Muijlwijk und die Aachenerinnen sind sportlich abgestiegen, können aber trotzdem auf den Klassenerhalt hoffen. Foto: Wolfgang Birkenstock

Hamburg/Aachen. Auch in der dritten Rückrunden-Begegnung gingen Alemannia Aachens Bundesliga-Volleyballerinnen leer aus. Zudem schmerzt das 0:3 (22:25, 14:25, 18:25) beim VT Aurubis Hamburg noch mehr als die Drei-Satz-Niederlagen gegen Münster und Vilsbiburg, standen doch die Hanseatinnen auf der Liste der fünf Gegner, die auf dem Weg zum Klassenerhalt geschlagen werden sollten.

Jetzt gibt es für die fünf wahrscheinlich zur Rettung genügenden Siege nur noch acht Möglichkeiten.

Mit Blick auf die erste davon, die am Samstag in Stuttgart ansteht, hat Stefan Falter einen festen Plan. „Es geht darum, die emotionale Ansprache im Training mit Leben zu erfüllen“, schaut der Coach nach vorne. „Wir werden mit Fakten arbeiten. Nur so können meine Spielerinnen verinnerlichen, wo sie Schwächen haben.“

Den ersten Satz begannen die Aachenerinnen konzentriert. Mit Tempospiel über die Außenangreiferinnen wollte man agieren und setzte die Vorgabe um, womit der Hamburger Block auseinander gezogen werden sollte. Aachen ging mit einer 8:5-Führung in die erste technische Auszeit. Nachdem das Team aus der Hansestadt mit vier Punkten in Serie erstmals einen Vorsprung erarbeitet und diesen mehrfach auf drei Zähler ausgebaut hatte, kassierte man beim 21:21 und 22:22 noch zwei Mal den Ausgleich, um aber nach 27 Minuten den Sack zuzumachen.

Deutlich schneller ging es im zweiten Durchgang, der bereits nach 21 Minuten beendet war. Dabei hatten die Aachen-Fans unter den 1029 Zuschauern nur einen Grund zum Jubel, als ihre Mannschaft nämlich das 1:0 machte. Außer dem 2:2 sollte es danach kein Erfolgserlebnis mehr geben. Über 9:3 und 17:7 holte sich Hamburg beim 24:11 seine höchste Führung und mit dem dritten Satzball das 2:0.

Im dritten Abschnitt schien es für die Ladies in Black noch dicker zu kommen. Beim 5:8 war zwar noch nichts klar, zumal man selbst den nächsten Punkt machte. Diesem ließen die Gastgeberinnen ihrerseits aber neun Zähler folgen. Ein wahres Debakel zeichnete sich ab, als Hamburg nach dem siebten Alemannia-Punkt eine Fünfer-Serie folgen ließ. Da die Schlussphase mit 11:3 gewonnen wurde, gelang zumindest Schadensbegrenzung.

Reinhard Strauch, Sportlicher Leiter und nach dem „Ausstieg“ von Istvan Molnar wieder vermehrt als Co-Trainer arbeitend, hatte ansehnliche Phasen gesehen. „Wenn man da unten steht, laufen oft Dinge anders, als wenn man einen besseren Platz inne hat. Dann ist eben die gegnerische Libera zur Stelle, obwohl wir eigentlich alles richtig gemacht haben“, bilanzierte Strauch, der Falter den Rücken stärkte und Gerüchten über eine Entlassung entgegentrat.

„Andererseits darf es nicht sein, dass die eine oder andere Spielerin den Eindruck vermittelt, den Ernst der Lage nicht erkannt zu haben. Wenn das Team nicht zusammen steht, wird es noch schwieriger, die nötigen Punkte zu holen.“

Aachen: Biranowska (Libera), Bland, Wicks, Borowikow, Muijlwijk, Bednarova, Kovacic; eingewechselt: Lißon, Dégi, Weihenmaier

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