Aachen - „Ladies in Black“: Mit dem gleichen Matchplan zum Erfolg

„Ladies in Black“: Mit dem gleichen Matchplan zum Erfolg

Von: Roman Sobierajski
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Findet immer besser in den Spielrhythmus: Aachens Zuspielerin Marija Pucarevic. Foto: Birkenstock

Aachen. So schnell sieht man sich wieder: Nur elf Tage nach dem überragenden Erfolg der „Ladies in Black“ Aachen im Pokal-Halbfinale gastieren die Roten Raben Vilsbiburg am Mittwoch um 19.30 Uhr erneut in der Halle an der Neuköllner Straße. Diesmal geht es zwischen den beiden Tabellennachbarn in der Volleyball-Bundesliga allerdings wieder um Punkte.

Dies ist aber nicht der einzige gravierende Unterschied zum vorangegangenen Aufeinandertreffen zwischen den beiden Vereinen: Nach einer Reihe von Misserfolgen haben die Vilsbiburger Verantwortlichen die Reißleine gezogen und sich von Cheftrainer Jan de Brandt getrennt. Neuer Verantwortlicher an der Seitenlinie ist der bisherige Co-Trainer Jonas Krons-eder. „Es wird sehr schwer, aber ich bin der Überzeugung, dass eine Chance da ist, auch in Aachen zu gewinnen“, glaubt der neue Coach der Vilsbiburgerinnen, der sein Team eher in der Rolle des Außenseiters sieht.

Sein Gegenüber Marek Rojko vermutet, „Vilsbiburg wird mit mehr Kampfgeist antreten als zuletzt und innerhalb der Mannschaft wird nun eine bessere Atmosphäre herrschen“. Eine grundlegende Verbesserung der Form der Spielerinnen der Roten Raben befürchtet der 37-Jährige allerdings nicht, zumal der neue Coach der Vilsbiburgerinnen keine 24 Stunden Zeit hatte, mit den Spielerinnen zu arbeiten, bevor es erneut auf die 650 Kilometer lange Reise Richtung Aachen ging.

Beste Mittelblockerin der Liga

So dürfte sich am Matchplan der „Ladies in Black“ im Vergleich zur Pokal-Begegnung wenig geändert haben. Hauptziel bleibt weiterhin, mit Liana Mesa Luaces die Hauptangreiferin der Vilsbiburgerinnen aus der Partie zu nehmen. Das ist dem starken Aachener Block in der Pokal-Partie gegen die 37-jährige Kubanerin durchaus gelungen. Zudem haben die beiden Mittelblockerinnen Tatiana Crkonova und Ivona Svobodnikova auch im Drei-Satz-Spiel in Potsdam ihre Qualitäten gezeigt. Svobodnikova wird zurzeit von der Volleyball-Bundesliga mit 35 Blockpunkten aus neun Partien als ligaweit erfolgreichste Mittelblockerin geführt. „Im ersten Teil der Saison haben wir gelernt und uns stetig verbessert“, schätzt Rojko die Entwicklung seiner Mannschaft ein, „jetzt kommt es für uns darauf an, so viele Punkte wie möglich zu sammeln.“

Die Voraussetzungen dafür sind nicht die schlechtesten: Neben dem guten Mittelblock ist auch die Annahme deutlich stabiler geworden, und Zuspielerin Marija Pucarevic gelingt es immer häufiger, auch aus einer nicht perfekten Annahme heraus Schnellangriffe zu initiieren. Zudem schaffen es die „Ladies in Black“, die spielerischen Möglichkeiten der gegnerischen Mannschaften mit starken Aufschlägen deutlich einzuschränken.

Auch Kapitänin Karolina Bednarova bereitet mit ihren druckvollen Services die Voraussetzungen für das erfolgreiche Spiel ihrer Mannschaft: „Der Aufschlag ist die einzige Spielsituation, in der nur der jeweilige Spieler allein Einfluss auf den Erfolg hat, und kein anderer. Und der Erfolg an diesem Tag hängt davon ab, wie gut man sich fühlt. Und ich fühle mich einfach richtig gut in den letzten Wochen.“

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