Kurzbahn-Weltrekord in Aachen

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Steffen Deibler
Der deutsche Schwimmer Steffen Deibler schaut nach seinem Vorlauf über 50 Meter Freistil zur Anzeigetafel. Foto: dpa

Aachen. Mit einem überraschenden Weltrekord über 50 Meter Schmetterling hat der Hamburger Steffen Deibler zum Beginn der Kurzbahn-Saison für Aufsehen gesorgt. Beim 40. Internationalen Schwimmfest in Aachen blieb der 22 Jahre alte Student am Samstag mit 22,06 Sekunden um 12/100 Sekunden unter der bisherigen Bestmarke des Franzosen Amaury Leveaux vom 14. Dezember des Vorjahres.

„Das ist ja unglaublich”, sagte Steffen Deibler dem Weltrekord seiner Laufbahn, die im Sommer bei den Weltmeisterschaften mit enttäuschenden Platzierungen einen Dämpfer erhalten hatte. Wenig später verbesserte er auch seinen deutschen Kurzbahn-Rekord über 50 Meter Freistil um gleich 3/10 Sekunden auf glatte 21,00 Sekunden.

Am Sonntag schraubte er über 100 Meter Freistil dann seinen deutschen Rekord auf 45,91 Sekunden. Die alte Bestmarke stand seit Ende November vergangenen Jahres bei 46,67. „Ich weiß immer noch nicht so recht, wie mir der Weltrekord geglückt ist. Es hat einfach alles gepasst”, sagte Deibler und kündigte weitere Großtaten an. „Mal sehen, was noch geht. Auf alle Fälle kann ich noch schneller schwimmen.”

Ebenfalls in Aachen drückte zunächst Neu-Essenerin Kerstin Vogel die deutsche Bestzeit über 50 Meter Brust auf 30,14 Sekunden. Die bisherige Marke stand seit fast zwei Jahren durch Janne Schäfer (Wolfsburg) bei 30,33 Sekunden. Caroline Ruhnau (ebenfalls Essen) verbesserte den deutschen Rekord über 100 Meter Brust. In 1:05,98 Minuten blieb sie um 4/100 Sekunden unter der seit über sechs Jahren bestehenden Marke der Wuppertalerin Sarah Poewe. Dagegen verpasste in Hendrik Feldwehr ein weiterer Essener mit 26,72 Sekunden den fast elf Jahre alten nationalen Rekord über 50 Meter Brust von Mark Warnecke.

Auch Thomas Rupprath gelang ein Saison-Einstand nach Maß. Beim 54. Internationalen Neptun-Schwimmfest in Rostock egalisierte der inzwischen zum SV Würzburg 05 gewechselte 75-fache Deutsche Meister auf seiner Trainingsbahn über 50 Meter Rücken in 23,23 Sekunden am Samstag seine deutsche Rekordmarke vom 30. November 2002. „Damit hatte ich nicht gerechnet. Nach der Weltmeisterschaft im Sommer pausierte ich acht Wochen, konnte danach aus beruflichen Gründen nur verkürzt trainieren und musste mich vor kurzem noch wegen eines Hexenschusses in ärztliche Behandlung geben”, sagte Rupprath.

Der Weltrekord von Steffen Deibler war die globale Bestmarke Nummer 86 in diesem Jahr. 2008 waren es am Ende 108. Nach 41 deutschen Rekorde im vergangenen Jahr sind Deutschlands Asse nun bereits bei 74 angekommen. Bis zum Jahresende wird die seit Februar 2008 anhaltende Rekordflut durch Gummi-ähnliche High-Tech- Schwimmanzüge noch andauern. Vom 1. Januar 2010 an sind dann nur noch Anzüge und Hosen aus textilen Stoffen erlaubt: die neue Schwimmbekleidung endet bei den Männern dann unterhalb des Bauchnabels und wird bei den Frauen schulterfrei sein. In beiden Fällen müssen die Anzüge auch oberhalb des Knies enden.
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