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Kommentiert: Respekt kann nicht groß genug sein

Ein Kommentar von Lukas Weinberger

Blind Fußball zu spielen, das ist für sehende Kicker nicht mehr als ein kleines Experiment. Es ist aber eines, auf das sich jeder einlassen sollte – weil es eine ziemlich wertvolle Erfahrung ist.

Wer einmal eine dieser schwarzen Brillen aufgehabt hat, durch die man nichts sieht, wer damit ein bisschen auf dem Feld hin- und hergelaufen ist, sich ein paar Mal im Kreis gedreht hat, der dürfte feststellen, dass es danach nahezu unmöglich ist, sich zu orientieren. Wo ist das eigene Tor, wo das gegnerische, wo sind die Außenlinien? Und ein Ball oder ein Gegenspieler sind da noch gar nicht im Spiel. Dribbling, Torschuss, Zweikampf, das alles ist noch einmal eine ganze Nummer schwieriger als das reine Zurechtfinden.

Natürlich können blinde Fußballer nicht dasselbe leisten wie gesunde Kicker. Natürlich sieht ihr Sport nicht so filigran aus wie das, was in den höheren Ligen geboten ist. Aber alleine die Tatsache, dass sie, ohne etwas zu sehen, den liebsten Sport der Deutschen betreiben können, verdient Anerkennung. Der Respekt vor blinden Fußballern kann gar nicht groß genug sein.

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