Köln - Köln präsentiert sich in großer Spiellaune

Köln präsentiert sich in großer Spiellaune

Von: Lukas Weinberger
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Der vierarmige Milos Jojic (dank des verdeckten FC-Kollegen Jonas Hector) feiert sein 2:0 gegen Valencia. Foto: sport/Eibner

Köln. Es war ein Klassiker, der da am Sonntagnachmittag von den Tribünen des Rhein-Energie-Stadions schallte. „Oh, wie ist das schön, oh, wie das schön“, sangen die Kölner Fans. „Sowas hat man lange nicht gesehen – so schön, so schön!“

Unten spielte ihr FC, es liefen die letzten Sekunden des Duells mit Valencia, dem spanischen Champions-League-Klub, und die Kölner führten mit 3:2. Ein bisschen später war das Spiel dann zu Ende, der Sieg perfekt.

Es war schon der zweite Erfolg an diesem Wochenende: Am Samstag feierte der FC einen 2:1-Sieg über Stoke City aus der Premier League. Und die beiden Siege waren am Ende sogar noch mehr als Achtungserfolge in der Vorbereitung; sie bedeuteten den Titelgewinn beim Colonia Cup – vor dem FC Porto, auf den die Kölner aufgrund des Modus nicht trafen.

„Ich bin sehr zufrieden mit der Mannschaft, das war richtig, richtig gut“, sagte Kölns Trainer Peter Stöger. „Ich habe genau das von der Mannschaft gesehen, was ich sehen wollte.“ Es waren nicht die nackten Ergebnisse, die die Fans zum Singen und Stöger zum Zufriedensein veranlassten, es war die Art des Kölner Fußballs – in beiden Spielen. Während dem Team in der vergangenen Saison noch oft unterstellt wurde, langweilig zu spielen, zeigte es am Wochenende teils rasanten Kombinationsfußball, und die FC-Spieler schossen dazu schöne Tore.

„Wir sind gut unterwegs“, sagte der Trainer. „Wir wissen die Siege aber auch einzuordnen, es waren nur Testspiele.“ Stöger hatte allen Spielern beim Colonia Cup fast dieselbe Einsatzzeit gewährt, und der allergrößte Teil seiner Kicker überzeugte den Österreicher beim Heimturnier: „Wenn die Mannschaft so weiterarbeitet, werde ich vor dem DFB-Pokal-Spiel viele schwierige Entscheidungen zu treffen haben.“

„... nur auf der Playstation“

Beim 3:2-Sieg über Valencia überzeugte in erster Linie die Offensive: Philipp Hosiner (19. Minute), Kevin Vogt (22.) und Milos Jojic trafen für den FC, dazu kam eine ganze Fülle von weiteren Chancen. Dass das Spiel zwischenzeitlich auf der Kippe stand, lag vor allem an der Stärke der Spanier, die zwar auf ein paar Top-Spieler wie Shkodran Mustafi verzichtet, aber dennoch eine sehr gute Elf aufgeboten hatten. Javier Fuego (41.) und Alvaro Negredo (55.) verkürzten jeweils.

Aus dem starken Kölner Kollektiv ragte gegen Valencia Yannick Gerhardt heraus; vor dem Duell hatte er noch grinsend gesagt, dass er solche Mannschaften „früher nur auf der Playstation“ genommen hätte, auf dem realen Feld war er dann Kölns Bester. Und Gerhardt könnte in der siegreichen Colonia-Cup-Mannschaft so etwas wie der Gewinner sein. Denn schon gegen Stoke City am Vortag hatte er als Einwechselspieler kurz vor Schluss den 2:1-Siegtreffer markiert.

Gegen die Engländer war die Spiellaune des FC noch größer gewesen; das beste Beispiel dafür war das Tor zum 1:0, das ein Platz in jedem Lehrvideo verdient hätte: Anthony Modeste, der im Angriff gesetzt sein dürfte, leitete einen Flachpass von Matthias Lehmann direkt auf den Flügel weiter; Kölns neuer Stürmer startete in den Strafraum, Marcel Risse fand ihn mit einer feinen Flanke, und Modeste vollendete im Fallen (44.).

Die beiden Pfostenschüsse von Leonardo Bittencourt (15.) und Jonas Hector (30.) sowie die dicken Chancen für den eingewechselten Simon Zoller (69., 73.) waren weitere Beweise für Kölns Überlegenheit. Stokes zwischenzeitlicher Ausgleich durch Peter Odemwingie (80.) war unverdient – und störte den FC auf dem Weg zum Triumph beim Colonia Cup auch nicht weiter.

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