Indeland-Triathlon zieht Amerikaner und Russen an

Von: Helga Raue
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Weisweiler. Alleine die Statistik spricht eine deutliche Sprache, wenn man eine Bewertung vornehmen will: In zehn Jahren gingen rund 11.500 Sportler beim Indeland-Triathlon an den Start. Sie schwammen 12.063 Kilometer im Blausteinsee, absolvierten 469.000 Kilometer mit dem Rad rund um den Tagebau und liefen 102.375 Kilometer in Aldenhoven.

Die zehnte Auflage findet diesmal am Sonntag, 25. Juni, statt. Auch für die Jubiläumsveranstaltung sprechen die Zahlen: Mit 1350 Athleten verzeichnen die Organisatoren einen Rekord bei der Voranmeldung. „Und rechnet man das nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre hoch, dann haben wir eine Prognose von 1600 Teilnehmern. Die Zahl kommt dem amtlichen Endergebnis schon recht nah“, erläutertete Wolfgang Spelthahn, Landrat des Kreises Düren, mit einem Augenzwinkern.

„Zehn Jahre – das ist eine nicht mehr umkehrbare Tradition“, hofft Spelthahn auf „mindestens weitere zehn Jahre Indeland-Triathlon“. Der schon jetzt vorhersehbare Rekord führt dazu, dass die Wechselzonen ausgebaut werden, um allen Sportlern beste Bedingungen zu bieten. Und, dass diese sehr gut sind, unterstrichen auch Astrid Stienen (Aachen) und Johann Ackermann (Köln), die Vorjahressieger, die beide in diesem Jahr die Titelverteidigung in Angriff nehmen wollen. „Wir wollen die Qualität des Wettkampfs gewährleisten“, verspricht ihnen Spelthahn.

Der gute Ruf des Indeland-Tri-athlons hat sich nicht nur in Deutschland und verstärkt immer mehr auch in den Benelux-Ländern herumgesprochen, erstmals wird am Blausteinsee auch jeweils eine russische und eine amerikanische Staffel an den Start gehen. „Die Amerikaner werden sogar einige Tage früher anreisen, um sich auf den Wettkampf vorzubereiten“, so Spelthahn, „wir müssen die Geschichtsbücher des Indeland-Triathlons neu schreiben. Demnächst werden sich hoffentlich auch weitere Länder für unsern Wettkampf interessieren.“

Ausgeschrieben wurden neben der vergleichsweise kurzen Volksdistanz (500 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und fünf Kilometer Laufen) wieder eine Kurz- (1,5/48/10) und eine Mitteldistanz (1,9/88/20). Mit der Mitteldistanz der Frauen startet der Tag um 10 Uhr am Römersee, ab 13.30 Uhr werden die ersten Athlethen im Römerpark in Freialdenhoven einlaufen, wo auch gegen 15.45 Uhr die Siegerehrungen stattfinden.

Astrid Stienen und Johann Ackermann sind „Wiederholungstäter“ im Indeland. Die Aachener Kinderärztin hatte nach Platz 2 im Jahr 2015 im vergangenen Jahr nach 4:18:30 Stunden die Mitteldistanz gewonnen. 2016 war eine erfolgreiche Saison für die 38-Jährige, die u. a. den Ironman in Barcelona gewann.

„Aber ich habe schwere Monate hinter mir, konnte verletzungsbedingt den Winter über nicht trainieren. Ich habe sogar daran gezweifelt, ob ich je wieder antreten kann“, berichtete Stienen, die aber im April als Vierte in Südafrika bereits die fehlenden Punkte für ihr Hawaii-Ticket einfuhr. „Ich bin guter Dinge, dass es mit der Titelverteidigung beim Indeland-Tri-athlon klappt, es wäre meine erste Titelverteidigung überhaupt. Vergangenen Donnerstag war ich erstmals wieder auf der Indeland-Strecke unterwegs“

Johann Ackermann will gleich den Hattrick im Indeland schaffen nach den Siegen 2015 (3:51:41 Stunden) und 2016 (3:49:46). Daneben strebt der 33-jährige Kölner wie auch Stienen die Hawaii-Qualifikation an, nach Platz 4 2016 in Barcelona und Platz 16 im April in Südafrika fehlen ihm aber noch Punkte. „Daher werde ich nach dem Indeland-Triathlon ins Trainingslager gehen, um vielleicht beim Ironman in Hamburg doch noch das Ticket für Hawaii lösen zu können.“

Ins Indeland kommt der Kölner immer wieder gerne: „Schon wenn man mit dem Flugzeug nach Köln/Bonn einschwebt, sieht man den Tagebau. Der ist wirklich ein Alleinstellungsmerkmal zu den anderen Wettbewerben. Vor allem die Radstrecke, die durch den Wind in der Ebene nicht einfach ist, ist immer wieder faszinierend zu fahren.“

Ackermanns Titelverteidigung soll aber kein Selbstläufer werden, dafür will Simon Jung sorgen. Der 30-Jährige aus Alsdorf bei Siegen hatte den Indeland-Triathlon auf der Mitteldistanz bereits 2013 (3:49:50) gewonnen. Der Lehrer absolvierte im April den Strongman-Wettbewerb (ähnlich wie der Ironman, aber ein anderer Veranstalter) in Japan: Als Zweiter lässt er die Konkurrenz aufhorchen.

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