Schanghai - Hausding und Klein komplettieren ihre Medaillensammlung

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Hausding und Klein komplettieren ihre Medaillensammlung

Von: Holger Luhmann, dapd
Letzte Aktualisierung:
klein wm2011
Patrick Hausding und Sascha Klein haben bei der Schwimm-WM die Silbermedaille im Synchronspringen vom Turm geholt. Das Duo aus Berlin und Riesa musste sich in Shanghai nur den überlegenen chinesischen Gastgebern geschlagen geben. Foto: dpa

Schanghai. Als sich der Traum von der ersten WM-Medaille mit Silber vom Turm erfüllt hatte, klatschten sich Patrick Hausding und Sascha Klein ab und nahmen sich in die Arme.

„Diese Medaille bei einer WM hat uns noch gefehlt. Jetzt ist die Sammlung komplett. Das ist ein super Gefühl”, jubelte Hausding und Klein fügte hinzu: „Diesmal haben wir die Nerven behalten.”

Mit 443,01 Punkten musste sich das Wassersprung-Synchronduo vor den Augen von IOC-Präsident Jacques Rogge und DOSB-Boss Thomas Bach nur den Chinesen Bo Qiu und Liang Huo aus China (480,03) geschlagen geben. Wie bei Olympia 2008 in Peking waren beide hinter Chinas Ausnahmespringer „best oft the rest”.

Knie „zwickt nur noch”

Bei der WM vor zwei Jahren hatten Klein, der in Alsdorf aufgewachsen ist und jahrelang für den SC Neptun Aachen auf Medaillenjagd ging, und Hausding noch Bronze um 0,84 Punkte hauchdünn verfehlt. „Wir hatten uns geschworen, dass uns so etwas nicht noch mal passiert”, sagte Hausding, der sich auch von einer Patellasehnen-Entzündung im Knie nicht beeinflussen ließ. „Das Knie zwickt nur noch. Ich merk es natürlich, kann aber problemfrei springen”, erklärte der Berliner, der vor dem Wettkampf „ein bisschen Schmerzmittel” genommen hatte. Auch zwei kleine Unachtsamkeiten hatten keine Auswirkungen, da vor allem die US-Amerikaner patzten.

Große Freude herrschte nach der ersten Medaille für den Deutschen Schwimm-Verband (DSV) auch bei Wassersprung-Cheftrainer und DSV-Leistungssportdirektor Lutz Buschkow. „Patrick und Sascha haben ihre Sache sehr gut gemacht. Ich hoffe, dass diese Medaille noch einen zusätzlichen Schub für die kommenden Entscheidungen gibt”, sagte Buschkow.

Schon jetzt fällt die Bilanz besser aus als vor zwei Jahren in Rom, als die DSV-Springer ohne Edelmetall blieben. In Schanghai kann Hausding, der im Vorjahr bei der EM in Budapest als erster Springer überhaupt Medaillen in allen fünf Wettbewerben gewonnen hatte, noch vom Drei-Meter-Brett im Einzel sowie mit Synchronpartner Stephan Feck nachlegen. Klein gilt als Medaillenhoffnung im Einzel vom Turm.

Zuvor hatten Katja Dieckow und Uschi Freitag beim WM-Auftakt am Samstag mit 299,40 Zählern einen guten fünften Platz vom Drei-Meter-Brett belegt. Für den ersten Heimsieg hatten die Chinesinnen Minxia Wu und Zi He (356,40) gesorgt. Vom Ein-Meter-Brett qualifizierte sich der gebürtige Ukrainer Pavlo Rozenberg aus Riesa als Sechster für das Finale am Montag. Dagegen schied Feck im Vorkampf ebenso aus wie Freitag und das 15 Jahre alte Nachwuchstalent Tina Punzel bei den Frauen.
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