Hausding/Klein sorgen für goldenen EM-Glanz

Von: Hartmut Jakobs, dpa
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Sascha Klein / Patrick Hausding
Die Turmspringer Sascha Klein (vorne) und Patrick Hausding springen. Foto: ddp

Turin. Mit Gold vom Turm haben Sascha Klein und Patrick Hausding die erfolgreiche Europameisterschaft der deutschen Wasserspringer gekrönt. „Sie sind absolut sensationell gesprungen”, sagte Lutz Buschkow, Sportdirektor des Deutschen Schwimm-Verbandes (DSV), nach dem souveränen Auftritt der erfolgreichen Titelverteidiger im Synchron-Wettbewerb.

„In dieser Form sind sie für die Weltmeisterschaften im Sommer ein heißer Medaillenkandidat und können auch den Topfavoriten aus China das Leben schwer machen.”

Mit 474,06 Punkten feierte das Paar in Turin einen persönlichen Hausrekord. „So hohe Wertungen haben wir noch nie bekommen”, sagte der 20 Jahre alte Berliner Hausding. Der Aachener Klein ließ sich auch durch eine Gehörgangsentzündung nicht beirren, die ihn zu EM- Beginn noch zum Start-Verzicht vom Drei-Meter-Brett gezwungen hatte. „Einfach nicht daran denken”, lautete die Strategie des 23 Jahre alten Bundeswehrangehörigen.

Buschkow baut für die WM in Rom aber nicht nur auf das erfolgreiche Turm-Paar. „Wir werden auch mit unseren anderen Paaren Edelmetall-Chancen haben”, so der kommissarische Cheftrainer der Wasserspringer, der einen Teil des Teams in den vergangenen zwei Wochen im Bemühen um Wettkampfhärte um den halben Globus gejagt hatte. Nach Meetings in der Welt-Serie des Weltschwimm-Verbandes FINA in Doha und Changzhou/China ging es direkt nach Turin. In der Woche nach Ostern wird der Härtetest mit den Welt-Serie-Stationen Sheffield (18./19. April) und Mexiko-Stadt (24./25. April) fortgesetzt.

„Die dortigen Ergebnisse haben für uns einen noch höheren Stellenwert”, sagte Buschkow. Obwohl das deutsche EM-Team vor dem letzten Final-Abschnitt am Sonntag mit einmal Gold, zweimal Silber und dreimal Bronze überzeugt hatte, gab es für ihn keinen Anlass zur Selbstzufriedenheit. „Wir sind für die Zukunft gut aufgestellt und haben unseren Nachwuchs in das Team eingebaut”, lautete seine positive EM-Bilanz.

Für die erst 16 Jahre alte Josephine Möller gab es an der Seite ihrer Berliner Vereinskollegin Nora Subschinski im Synchronspringen vom Turm mit Silber bereits eine Medaille. Dazu kam für Nora Subschinski nochmals Silber im Einzel vom Turm. Katja Dieckow überzeugte mit zweimal Bronze vom Ein-Meter- und Drei-Meter-Brett. Pavlo Rozenberg (Aachen) holte mit Bronze vom Ein-Meter-Brett seine erste internationale Medaille.
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